Wie wird diese Kufe krumm?
Von Jan Derrer. Aktualisiert am 12.01.2012
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«Die meisten meinen, Davoser Schlitten würden von bärtigen Männern irgendwo in Davos hergestellt», sagt Erwin Dreier lachend. Seit neun Jahren ist er Inhaber der Firma Graf Schlitten, des grössten Schweizer Produzenten von klassischen Holzschlitten und Rodeln. Die kleine Werkstatt mit neun Mitarbeitern liegt in Sulgen, mitten im Thurgau.
«In guten Jahren verkaufen wir bis zu 6000 Schlitten über den Fachhandel und unseren Onlineshop.» Und wie lief es bisher in der Wintersaison 2011/2012? «Ich will nicht jammern. Aber wir hätten nichts dagegen, wenn es im Unterland noch einmal tüchtig schneien würde. Das würde den Absatz weiter ankurbeln.»
Schweizer Schlitten aus Schweizer Holz
Für die Herstellung der Schlitten verwendet Dreier fast ausschliesslich Schweizer Eschenholz. Davon benötigt er jährlich um die 150 Kubikmeter. Die Produktion ist zum grossen Teil Handarbeit. Die Kufen erhalten ihre gebogene Form dank altem Wagnerhandwerk. Das Holz wird in einem Dampfofen beweglich gemacht und dann in der Beugemaschine in die richtige Form gebracht.
90 Prozent der Graf-Schlitten gehen an Schweizer Kunden, der Rest wird nach Deutschland verkauft. Neben den klassischen Davoser Schlitten verkaufen sich vor allem Rodeln, die sich dank beweglichen Kufen leichter steuern lassen.
(Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 12.01.2012, 06:40 Uhr
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