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Forscher erschaffen ein Loch in der Zeit

Aktualisiert am 06.01.2012 30 Kommentare

Ein Ereignis einfach unsichtbar machen – das ging bisher nur in Filmen. Nun haben US-Forscher erstmals eine reale zeitliche Tarnkappe entwickelt.

Neue Tarnkappe ermöglicht das Auslöschen von Ereignissen: Eine Illustration der Cornell Universität wie die Tarnkappe funktioniert.

Neue Tarnkappe ermöglicht das Auslöschen von Ereignissen: Eine Illustration der Cornell Universität wie die Tarnkappe funktioniert.
Bild: Keystone

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Den Forschern von der Cornell University im Staat New York gelang es, die Geschwindigkeit von Licht zu verändern, wie sie im Fachmagazin «Nature» berichten. Dazu teilten sie Licht in einem Glasfaserkabel in zwei Stränge. Sie beschleunigten den einen Strang und verlangsamten den anderen.

Wenn etwas passiert, nehmen die Menschen das Licht wahr, das von den Ereignissen ausgesendet wird. Dieses Licht unterbrachen die Forscher dank der ungleich schnellen Lichtstrahlen für einen Moment. «Man kann auf diese Weise ein Loch in der Zeit erschaffen, in der etwas passiert», sagte Mitautor Alexander Gaeta.

Manipulierter Film

Dadurch sei nicht erkennbar, dass ein bestimmtes Ereignis jemals passiert sei. Das Experiment sei auch vergleichbar mit einem Film, den sich jemand ansehe, sagte ein weiterer Autor der Studie, Moti Fridman. Die Tarnkappe würde dabei dafür sorgen, dass man eine Szene nicht sehe oder wahrnehme, obwohl sie da sei.

Von anderen Wissenschaftlern bereits früher entwickelte Tarnkappen können Objekte unsichtbar machen, indem sie Lichtstrahlen im Raum an einen anderen Ort lenken. Die Forscher der Cornell University verändern dagegen nicht, wohin das Licht fliesst, sondern nur, wie schnell es sich bewegt.

Billionstelsekunden

Allerdings schafften sie es bisher nur, ein Ereignis mit einer Länge von 40 Billionstel einer Sekunde unsichtbar zu machen. Gaeta sagte, die Lücke könne mit heutigen Methoden höchstens auf ein Millionstel einer Sekunde oder ein Tausendstel einer Sekunde ausgedehnt werden.

Es gebe aber auch praktische Anwendungen. So ist es nach Angaben des Forschers möglich, Informationen unbemerkt in Hochgeschwindigkeits-Datenübertragungen einfliessen zu lassen, ohne den Fluss zu unterbrechen. Dies könne jedoch auch missbraucht werden, etwa um einen Rechner mit Computerviren zu infizieren. (wid/sda)

Erstellt: 05.01.2012, 19:55 Uhr

30

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30 Kommentare

Gerhard Keller

06.01.2012, 09:33 Uhr
Melden 25 Empfehlung

Endlich - das erste taugliche Mittel um die Schulden der USA zu reduzieren. Licht verlangsamen, Tarnkappen drüber und das Loch ist in der Zeit und nicht mehr in der Kasse. Antworten


Beat Hartmann

05.01.2012, 20:09 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Messfehler, Schaumschlägerei oder neue Physik? Kann man Licht schneller machen als Lichtgeschwindigkeit? Antworten



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