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«Sonnenstürme werden häufiger und heftiger»

Aktualisiert am 09.06.2011 6 Kommentare

Der gewaltige Sonnensturm, den Wissenschaftler auf der ganzen Welt seit Dienstag beobachten, ist ohne Folgen für die Erde geblieben. Zukünftige Eruptionen könnten laut Forschern weniger glimpflich ausgehen.

«Es gibt zehnmal grössere Sonneneruptionen»: ETH-Astrophysiker Arnold Benz.
Video: Keystone

Die Sonneneruption vom 7. Juni 2011 in einem Spektrum, das Temperaturen von rund 20'000 Grad Celsius abdeckt. (Video: NASA/Solar Dynamic Observatory)

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«Es wird nichts mehr passieren, die Wolke ist eigentlich schon durch», sagte der deutsche Sonnenforscher Werner Curdt. «Das Gefährdungspotenzial ist vielleicht ein bisschen hoch angesiedelt worden», sagte der Wissenschaftler vom Max-Planck- Institut für Sonnensystemforschung.

Er erwartet aber, dass es in den kommenden Jahren mit zunehmender Aktivität der Sonne wieder öfter zu ähnlichen Eruptionen kommen wird. «In den nächsten zwei, drei Jahren wird es solche Ereignisse häufiger geben, und sie werden vermutlich auch noch heftiger werden», sagte Curdt. Ähnliche Aussagen macht ETH-Astrophysiker Arnold Benz: «Es gibt Sonneneruptionen, die zehnmal grösser sind und deren Schockwellen die Erde direkter treffen.» Beim jüngsten Sonnensturm seien vor allem Satelliten stark beeinträchtigt worden (siehe Video oben).

Gravierende Folgen denkbar

Die Sonnenaktivität schwankt in einem etwa elfjährigen Rhythmus. «Wir sind jetzt im ansteigenden Zyklus. In den Jahren 2006, 2007, 2008 und 2009 war die Sonne sehr wenig aktiv, da waren schon Leute beunruhigt, weil das sehr wenig Aktivität war», sagte der Wissenschaftler. Jetzt beginne aber eine Phase, in der es öfter – sogar mehrmals pro Monat – vergleichbare Sonnenstürme geben könnte. «Das ist jedenfalls immer so gewesen, aber man kann es nicht vorhersagen», sagte Curdt.

Sollten die Stürme heftiger werden und die Erde mit voller Wucht erwischen, sind nach Worten des Wissenschaftlers auch gravierendere Folgen denkbar. «Es kann in der Tat Szenarien geben, die man sich lieber nicht vorstellen würde», sagte Curdt.

So könne eine Wechselwirkungen zwischen einer Plasmawolke und der Erdatmosphäre dazu führen, dass an Stromleitungen Überspannungen auftreten und in ganzen Regionen grossräumig der Strom ausfalle. Dies sei vor Jahren bereits in Québec in Kanada passiert. (ami/sda)

Erstellt: 09.06.2011, 15:28 Uhr

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6 Kommentare

Marc Meier

09.06.2011, 18:37 Uhr
Melden 8 Empfehlung

"Es kann in der Tat Szenarien geben, die man sich lieber nicht vorstellen würde"
Was für eine unnötige Panikmache: ein Stromausfall oder ein ausgefallenes Handynetz sind ja schon fast ein Weltuntergangsszenario...
Antworten


Hans Huber

24.01.2012, 10:56 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Ein Sturm und die Erde ist die Krankenheit Menschheit los... Wenn kümmerts ausser die Kohlenstoffeinheiten selbst?! Antworten



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