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Die Evolution auf der Überholspur

Aktualisiert am 31.12.2009 3 Kommentare

Entwicklungsbiologen haben erstmals das Tempo der Evolution gemessen. Und die Forscher sind verblüfft: Die Geschwindigkeit der Mutationen ist extrem hoch.

Hohes Tempo der Evolution: So sah der Mensch vor 3,2 Millionen Jahren aus.

Hohes Tempo der Evolution: So sah der Mensch vor 3,2 Millionen Jahren aus. (Bild: Keystone)

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Die Forscher fanden heraus, dass jeder Baustein in der Erbinformation alle 143 Millionen Generationen einmal mutiert. Das sei ein extrem hohes Tempo, schreiben die Wissenschafter des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie im Fachjournal «Science» vom Freitag. Diese Geschwindigkeit der Evolution erkläre zum Beispiel, weshalb Unkrautvernichtungsmittel oft innerhalb weniger Jahre ihre Wirkung verlieren.

Die Tübinger Forscher haben die genetische Entwicklung der Pflanze Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) über 30 Generationen hinweg verfolgt und nach Veränderungen im Erbgut gesucht. Dabei fanden sie heraus, dass sich ein DNA-Baustein innerhalb einer Generation mit einer Wahrscheinlichkeit von sieben Milliardstel (1:143 Million) verändert.

So entsteht Resistenz von Unkraut

Bedenke man, wie viele DNA-Bausteine jedes einzelne Individuum hat und wie viele Individuen es von einer Art gibt, ergebe sich insgesamt ein enormes Tempo, schreiben die Wissenschafter.

Dadurch könnten sich Pflanzen- oder Tierarten innerhalb weniger Generationen an neue Umweltbedingungen anpassen. So entsteht zum Beispiel die Resistenz von Unkraut gegen entsprechende Vernichtungsmittel.

Die Tübinger Forscher gehen davon aus, dass Mutationen bei Menschen etwa in der gleichen Häufigkeit auftreten. Bei sechs Milliarden Menschen auf der Welt könne man davon ausgehen, dass jeder einzelne DNA-Baustein ständig bei irgendeinem Menschen auf der Erde mutiere. «Alles, was genetisch möglich ist, wird demnach innerhalb recht kurzer Zeit durchgetestet», betonte Studienleiter Detlef Weigel. (bru/sda)

Erstellt: 31.12.2009, 20:58 Uhr

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3 Kommentare

Hanspeter Zürcher

01.01.2010, 01:50 Uhr
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Die Evolutionstheorie schien mir einst die Wahrheit zu sein. Mittlerweile bin ich aber zu einer anderen Ansicht gekommen. Frage No. 1: Wie kann aus toter Materie eine Art Urzelle entstehen, die sich sogar noch reproduzieren kann? Frage No. 2: Wie soll aus einem Proconsul die Linie der Affen und der Menschen entstanden sein? Der Unterschied zwischen Mensch und Tier ist schlichtweg zu gross! Antworten


Max Affolter

01.01.2010, 15:36 Uhr
Melden

Wann begreifen die endlich, dass man die Buchstaben eines Buches noch so lange durcheinanderschütteln kann, und trotzdem entsteht dadurch kein Roman. Es braucht auch Leser, die entscheiden, welchen informativen Wert die Zeichenketten besitzen. Dieser "Leser" wird bei den gängigen Evolutionskonzepten konsequent vergessen - ein hoffnungsloser Fall eines Zirkelschlusses. Antworten



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