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Thailand-Flut kostet Swiss Re Millionen

Aktualisiert am 06.12.2011 2 Kommentare

Die schweren Überschwemmung in Thailand belasten Swiss Re mit etwa 600 Millionen Dollar. Grund für die hohen Kosten sind Produktionsstopps und Lieferunterbrüche aufgrund des Hochwassers.

1/48 Die Schäden in Thailand sind gross: Ein Mann durchsucht einen Möbelhaufen. (5. Dezember 2011)
Bild: Keystone

   

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Der Hauptsitz des Rückversicherers Swiss Re in Zürich. (Bild: Keystone )

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Die Verwüstungen durch die schweren Überschwemmungen in Thailand kosten Swiss Re (SREN 54.5 -1.45%) schätzungsweise mit 600 Millionen Dollar. Der Betrag erhöht die sehr hohen Kosten des Rückversicherers durch Naturkatastrophen im laufenden Jahr weiter.

Regenfälle haben zwischen Juli und Oktober in Nord- und Zentralthailand Fluten ausgelöst, in denen über 600 Menschen ums Leben kamen. Mehrere Millionen Tonnen von Erntegütern wurden zerstört und in verschiedenen grösseren Industrieparks konnte nicht mehr gearbeitet werden.

Thailand ist ein wichtiger Standort für Zulieferer. Die Fluten unterbrachen während Wochen die Produktion von Bauteilen für die globale Automobilindustrie und Hersteller von digitalen und elektrischen Systemen. Die Katastrophe traf vor allem Firmen, die japanischen Konzernen gehören bzw. nach Japan liefern.

Nur Schätzung möglich

Die vor allem durch Produktionsstopps und den Unterbruch von Lieferketten entstandene Schadenlast von 600 Millionen Dollar verbucht Swiss Re im vierten Quartal 2011. «Es könnte aber sein, dass eine Korrektur nach oben oder nach unten gemacht werden muss», sagte Konzernsprecherin Simone Lauper heute der Nachrichtenagentur sda.

Damit erhöht sich 2011 die Schadenlast für Swiss Re weiter deutlich. Allein für die Erdbebenkatastrophen in Neuseeland und Japan sowie Fluten in Australien im ersten Quartal muss der weltweite Branchenzweite mit 2,3 Milliarden Dollar aufkommen. Im Auftaktquartal wies Swiss Re 665 Millionen Dollar Verlust aus.

Schwarze Zahlen

Dank der profitablen Quartale Zwei und Drei fand Swiss Re zurück in die schwarzen Zahlen. Auch die Thailand-Lasten dürften ein profitables Gesamtjahr nicht gefährden. Die Analysten der Bank Vontobel befürchten allerdings, dass eine Dividende von 2,75 Franken pro Aktie wie im Vorjahr nicht mehr sicher möglich sei.

Der Markt hatte mit einer tieferen Schadenlast aus dem Fluten gerechnet. Laut dem Versicherungsexperten der Zürcher Kantonalbank, Georg Marti, macht die Belastung 27 Prozent des Vorsteuergewinns nach neun Monaten aus: Dies sei «erheblich», schreibt er. An der Börse verlor die Swiss-Re-Aktie bis zum Mittag 0,5 Prozent.

Milliardenschäden

Der versicherten Risiken in den Industrieanlagen, die von den Überschwemmungen heimgesucht wurden, betragen laut Swiss Re 20 Milliarden Dollar. Der Rückversicherer stützt sich dabei auf Angaben des thailändischen Office of Insurance Commission.

Die Schätzungen für die versicherten Schäden bewegen sich zwischen 8 und 11 Milliarden Dollar. Die durch die Überschwemmung verursachten Schäden beim Gewerbe und in der Grossindustrie decken Allgefahrenversicherer ab. Von den Eigenheimbesitzern und Kleinunternehmern sind nur 1 Prozent versichert. (wid/sda)

Erstellt: 06.12.2011, 16:07 Uhr

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2 Kommentare

Enrico Bach

06.12.2011, 18:14 Uhr
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Na und, man hat ja zuerst sicherlich mal 700 mio an Prämien kassiert... Antworten



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