USA klagen chinesische und deutsche Firmen wegen Honigschmuggels an
Es handle sich um den grössten Schmuggelskandal mit Lebensmitteln in der US-Geschichte, teilte der Staatsanwalt für den nördlichen Teil des Bundesstaates Illinois mit.
Die Firmen sollen Honig aus China im Wert von 40 Mio. Dollar mit falscher Herkunftsangabe in die USA importiert und so 80 Mio. Dollar an Zöllen umgangen haben. Der Honig soll zudem mit Antibiotika belastet gewesen sein. Es seien aber keinerlei Krankheitsfälle oder Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit beobachtet worden, betonte der Staatsanwalt am Mittwoch (Ortszeit).
Laut Staatsanwalt importierten die Verantwortlichen billigen Honig aus China, aus dem sie zuvor Pollen und andere Spuren herausfilterten, die auf eine chinesische Herkunft hätten schliessen lassen.
In anderen Fällen sei chinesischer Honig mit indischem gemischt worden, um die Herkunft zu verschleiern. Auch sollen die Verantwortlichen falsche Laborberichte bestellt haben, um den Honig trotz der Antibiotika darin verkaufen zu können.
Angeklagt worden seien insgesamt 15 Verantwortliche. Sechs von ihnen seien festgenommen worden - sie hätten sich schuldig bekannt oder würden mit den Ermittlern zusammenarbeiten. Die neun anderen werde die USA per Haftbefehl suchen lassen. Den Verantwortlichen drohen bis zu 20 Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe.
Erstellt: 02.09.2010, 10:30 Uhr
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