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«Ich hoffe, die Australier sind mir nicht böse»

Von Oliver Thommen. Aktualisiert am 22.01.2012

In den Achtelfinals des Australian Open gewinnt Roger Federer gegen Lokalmatador Bernard Tomic mit 6:4, 6:2, 6:2. Bernerzeitung.ch/Newsnet berichtete live.

1. Satz 2. Satz 3. Satz 4. Satz5. Satz
Roger Federer 6 6 6
Bernard Tomic 4 2 2

1/7 Versuchte erfolgreich Tomics Slices zu unterbinden: Roger Federer schlägt eine Rückhand.
Bild: Keystone

   

(Bernerzeitung.ch/Newsnet)

  • Zusammenfassung

    Roger Federer hat am Australian Open in Melbourne mit einer überzeugenden Leistung seinen 31. Grand-Slam-Viertelfinal in Serie erreicht.

    Der 30-jährige Baselbieter bezwang in der Night Session den australischen Hoffnungsträger Bernard Tomic (ATP 38) in einer Stunde und 44 Minuten 6:4, 6:2, 6:2 und blieb damit auch in seiner dritten gespielten Partie in Melbourne ohne Satzverlust. Im Viertelfinal, seinem 31. in Folge an einem Major-Turnier, trifft die Nummer 3 der Weltrangliste nun am Dienstag auf den Argentinier Juan Martin Del Potro (ATP 11), der den Deutschen Philipp Kohlschreiber ebenfalls klar in drei Sätzen (6:4, 6:2, 6:1) bezwang.

    Gegen Tomic bot Federer seine mit Abstand beste Leistung in diesem Jahr. Federer dominierte die Ballwechsel von der Grundlinie mehrheitlich und spielte fantastische Winner. Im ersten Satz nützte er die erste sich ihm bietende Gelegenheit zum Break, in den Sätzen zwei und drei durchbrach er den Service des Gegners mehrmals. Für Federer war es der zweite Sieg im zweiten Spiel gegen Tomic. Das erste Aufeinandertreffen in der Davis-Cup-Partie im letzten September in Sydney hatte Federer in vier Sätzen gewonnen.

    Tomic chancenlos

    Zu einem Satzgewinn fehlte Tomic diesmal einiges. In die Nähe kam er im ersten Satz, in dem er bis zum 4:4 mithielt. «Am Anfang ähnelte die Partie einem Boxfight», meinte Federer später. Beide Spieler drückten enorm aufs Tempo. Nach der ersten halben Stunde steigerte sich Federer aber enorm. Bernard Tomic bekundete ab diesem Moment grösste Mühe, überhaupt noch ein Aufschlagspiel durchzubringen. Federer: «Ich musste ausgesprochen gut spielen, um ihn zu bezwingen. Spielte ich etwas weniger gut, dann hätte alles anders ausgesehen.» Federer gelangen phantastische 45 Gewinnschläge bei nur 28 unerzwungenen Fehlern.

    Gut spielen muss Federer auch in den Viertelfinals gegen Juan Martin Del Potro. Vor drei Jahren fügte der Basler dem Argentinier in Melbourne in den Viertelfinals die klarste Karrierenniederlage zu (3:6, 0:6, 0:6). Ebenfalls 2009 bezwang Del Potro den Schweizer aber sowohl im US-Open-Final (3:6, 7:6, 4:6, 7:6, 6:2) wie am Masters (6:2, 6:7, 6:3). Das letzte Aufeinandertreffen vor einem halben Jahr in Cincinnati gewann Federer mit 6:3, 7:5. Del Potro verlor am Australian Open in der 1. Runde gegen den Franzosen Adrian Mannarino den ersten Satz, seither feierte er aber zwölf Satzgewinne hintereinander. (SI)

    Zu den kompletten Tableaux des Australian Open geht es hier.

  • Reaktion Federer

    Im Interview zeigte sich Roger Federer wenig überraschend zufrieden mit seinem Spiel, fügte aber an, dass er «hart zu arbeiten» hatte und lobt in der Folge seinen unterlegenen Herausforderer Bernard Tomic.

    «Zu Beginn servierten wir beide gut», analysierte Federer, «doch im zweiten Satz habe ich seinen Willen ein bisschen gebrochen». Der Schlüssel zu seinem Spiel war laut dem Schweizer Tennisstar, nicht zu sehr in die Slice-Duell zu geraten. «Ich kannte das bereits aus dem Daviscup.»

    Schliesslich meinte Federer, dass er hoffe, dass ihm die australischen Fans nicht böse seien. «Als ich jung war ging es mir ähnlich», so der Schweizer über den Youngster Tomic. Der Australier müsse sich «Schritt für Schritt» entwickeln, dann werde es auch mit dem Titel klappen.

    «Schön, dass er zurück ist»

    Der nächste Gegner von Roger Federer wird Juan-Martin Del Potro sein. Der Schweizer freut sich: «Es ist schön, dass er zurück ist. Er hat eine Chance auf die Nummer 1.»

    Den im Davis-Cup-Finale im November stark ausspielenden Argentinier will Federer mit aggressivem Spiel begegnen, «ihn laufen lassen». Da Del Potro auch ein guter Aufschläger ist, will Federer vor allem wach sein und variieren. «Es reicht nicht nur links-rechts zu spielen», meint Federer, er wolle den Argentinier auch ans Netz holen.

  • Matchball 6:2

    Ein weiterer starker Aufschlag bringt ihm drei Matchbälle.

    Roger Federer lässt sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Nach einer Stunde und 44 Minuten schlägt der Schweizer den siegbringenden Winner. Zum 31. Mal in Folge steht Federer in einem Grand-Slam-Viertelfinale.

  • Das 13. Ass sorgt für das 30:0.

  • 5:2

    Ein sicheres Aufschlagspiel von Tomic. Zu null bringt der Australier seinen vielleicht letzten Service durch.

  • 5:1

    Das 12. Ass bringt Federer das Game.

  • Mit dem 42. Winner holt er sich das 40:15.

  • Doppelfehler Nr. 3 von Federer: 15 beide. Federer macht dies aber mit einem Ass gut.

  • Breakball 4:1

    Mit einem Backhand-Smash holt sich Federer 3 Breakbälle!

    Nr. 1 ist abgewehrt von Tomic. Doch wieder ist eine Rückhand zu lang. Break Federer.

  • Federer holt Tomic mit einem Stopp-Ball ans Netz. Doch Tomic kommt locker dran. Sein Passierball ist aber zu lang: 0:30.

  • 3:1

    Der Schweizer bringt den Aufschlag schliesslich durch.

  • Tomic hat wieder Mut gefasst und zwingt Federer viermal ins Deuce. Der Australier spielt geduldig. Federer muss einen Rückhand-Fehler verzeichnen.

  • Breakball

    Mit einer unglaublich schnellen Vorhand holt sich der Australier erneut einer Breakchance.

    Der Aufschlag Federers ist aber nicht returnierbar.

  • Breakball

    Ein Netzroller bringt Tomic eine Breakchance.

    Mit einem extremen Winkel schlägt Federer den 14. Vorhand-Winner.

  • Ein weiterer Fehler bringt Tmic auf 30:30 ran.

  • Federer begeht den zweiten Doppelfehler.

  • 2:1

    Endlich bringt Tomic wieder ein Service-Game ins Trockene.

  • Tomic ist nun immobil. Federer punktet deshalb und zwingt Tomic erneut ins Deuce.

  • Nun zeigt auch Tomic, dass er den Stoppball beherrscht: 30:0.

  • 2:0

    Ein Rückhand-Winner erledigt den Rest: Game Federer.

  • Roger Federer schlägt erneut zu: Ass Nr. 10.

  • Dank einer Vorhand crosscourt mit viel Winkel sorgt Tomic erneut für den Ausgleich: 30 beide.

  • Tomic zwingt Federer zu einem Fehler auf der Rückhand: 15 beide.

  • Breakball 1:0

    Wieder holt sich Federer einen Breakball.

    Mit einer Rückhand longline gelingt Federer der Servicedurchbruch.

  • Der 1. Aufschlag war im zweiten Satz nicht unbedingt brillant: 43 Prozent. Tomic hatte hier 80 Prozent.

  • Satzball 6:2

    Ein Fehler mit der Rückhand bringt Federer zwei Satzbälle.

    Mit einem tollen 2. Aufschlag öffnet sich der Schweizer das Feld und lässt Tomic anschliessend in die falsche Ecke laufen. Damit holt sich Federer auch Satz Nr. 2.

  • Federer verzeiht eine Vorhand, obschon das Feld völlig frei ist: 30:15.

  • Darauf folgt das 8. Ass.

  • Aufschlag-Volley nun auch von Federer: 15:0.

  • Breakball 5:2

    Doch mit zwei unerklärlichen Fehlern lässt sich Tomic wieder breaken.

  • Mit 120 Km/h kommt der Aufschlag von Tomic. Federer reagiert mit einem Slice, der nur so durchrutscht. 30:30.

  • Federer beisst sich aber auch in dieses Aufschlagspiel von Tomic: 30:30.

  • Federers Statistik beim 1. Aufschlag ist bei bedenklichen 50 Prozent angelangt.

  • Breakball 4:2

    Tomic holt sich aber nochmals eine Breakchance.

    Da ein Rückhand-Slice von Federer im Netz landet, gelingt Tomic das Rebreak.

  • Breakball

    Mit einer starken Rückhand erzwingt Tomic zwei Breakbälle.

    Die erste Chance kann der Australier nicht nutzen, da eine Rückhand zu lang ist. Eine lange Ballstafette endet mit einem Fehler von Tomic. Folge: Deuce. 37 Mal ging der Ball übers Netz.

  • Federer begeht seinen obligaten Doppelfehler nach einer Stunde.

  • Breakball 4:1

    Federer holt sich dank einem Rückhandwinner drei Breakbälle.

    Tomic macht den ersten mit einem starken Aufschlag zunichte, doch ein erneuter Fehler bringt dem Schweizer den Service-Durchbruch.

  • Tomic ist nun gefordert: Mit einem unerzwungenen Fehler bringt er sich 0:30 in Rückstand.

  • 3:1

    Und mit Winner Nr. 21 holt er sich das Game. Der Passierball schien gar nicht mehr möglich zu sein. Doch selbst aus der argsten Verteidigungslage gelingt Federer momentan alles.

  • Federer lässt dank Vorhand-Winnner in diesem Aufschlagspiel keine Zweifel aufkommen.

  • Federer beginnt sein Aufschlagspiel mit Ass Nr. 7.

  • Breakball 2:1

    Ein weiterer Stoppball bringt Federer die nächste Breakchance.

    Tomic spielt zwar magistral, der vermeintliche Vorhand-Winner schlägt aber neben der Linie auf. Break Federer.

  • Mit einem frechen Stoppball egalisiert diesmal Federer zum Deuce.

  • Breakball

    Eine Vorhand-Ralley versucht der Schweizer mit einem Longline-Winner abzuschliessen. Tomic kommt noch an den Ball doch der geht ins Netz.

    Tomic vereitelt aber die Breakchance. Die Vorhand von Tomic ist dieses Mal knapp auf der Linie.

  • Tomic spielt aber zu wenig konstant. Winner und Fehler wechseln sich ab. Deswegen muss er schon in Deuce Nr. 2.

  • Zwei starke Aufschläge von Tomic machen den Vorsprung aber zunichte.

  • Auch Tomic gerät in Nöte. Mit einer Klasse Vorhand holt sich Federer das 0:30.

  • 1:1

    Mit einem Stoppball holt Federer den Australier ans Netz. Dieser bringt den Ball zwar noch übers Netz. Doch Federer lässt sich den Punkt und damit das Game nicht mehr nehmen.

  • Das sechste Ass Federers sorgt für den Ausgleich.

  • Als eine Rückhand im Netz landet, steht es plötzlich 0:30 gegen Federer.

    Im folgenden Ballwechsel holt sich aber Federer mit der Vorhand den Punkt.

  • 0:1

    Wieder ein enger Ball. Die Rückhand von Tomic will Federer aber nicht überprüfen lassen. Damit holt sich der Australier das Game.

  • Breakball

    Mit einem herrlichen Passierball holt sich Federer gleich die erste Breackchance.

    Tomic schlägt aber einen Winner. Selbst Hawk-Eye kommt diesmal Federer nicht zu Hilfe.

  • Mit einer starken Rückhand bringt Federer Tomic schon ein bisschen ins Schwitzen: 30:30.

  • Federers 1. Aufschlag ist im Gegensatz zu Tomics noch nicht ganz bereit. Nur 54 Prozent landen erfolgreich. Wenn der 1. Aufschlag aber durchkommt reüssierte Federer in 12 von 13 Fällen. Zudem machte der Schweizer noch einige unerzwungene Fehler. 11 solche stehen 11 Winnern gegenüber.

  • Satzball 6:4

    Das 5. Ass bringt Federer zwei Satzbälle.

    Da Tomic eine Vorhand völlig verzieht, gewinnt Federer den ersten Satz mit 6:4.

  • Tomic zwingt Federer mit einer harten Rückhand zum Fehler: 30:15.

  • Federer gewinnt – Hawk-Eye sei Dank – den ersten Punkt im Service-Game. Tomic hatte denSchweizer passiert.

  • Breakball 5:4

    Federer kommt zu einer 1. Breakchance. Der Aufschlag hatte nur 171 km/h.

    Federer macht beim Slice-Duell mit Tomic mit und wartet. tatsächlich macht der Australier den Fehler. Break für den Schweizer.

  • Ein Stoppball von Federer scheint Tomic ziemlich zu nerven. Kopfschüttelnd muss er das 30 beide akzeptieren.

  • 4:4

    Mit Ass Nr. 4 gewinnt auch der Schweizer sein 4. Game im Spiel.

  • Tomic holt sich einen schönen Punkt am Netz. Federers Vorhandstoppball kann der Australier gerade noch erlaufen und spielt einen herrlichen Slice an Federer vorbei.

  • Federer spielt mit grossen Winkel. Das könnte das Erfolgsrezept sein. Da Federer seine Rückhand umläuft braucht er Zeit und muss Tomic zum laufen bringen.

  • 3:4

    Tomic bringt seinen Aufschlag durch: 4:3 für den Australier.

  • Einen Rahmen-Ball nach einer langen Ballstafette bringt den Australier mit 40:15 in Führung.

  • Tomic drängt Federer in die linke Ecke, bis die Rückhand nicht mehr tief genug kommt. Tomic geht ans Netz und holt sich den Punkt.

  • 3:3

    Der nächste Ball der ins Aus geht, beschert dem Schweizer das Game. Der erste Aufschlag kommt noch selten.

  • Federer steht am Netz und gerät in Bedrängnis, weil Tomic sehr gut returniert. Doch der Australier haut den Ball ins Aus.

  • Tomic will Hawk-Eye zu Rate ziehen. Doch der Ball war um Nanometer nicht im Feld: 30:15 für Federer.

  • Federer startet mit einem unerzwungenen Fehler ins Game. Sein Angriffsball am Netz landet in den Maschen.

  • 2:3

    Tomic kann seinen Aufschlag halten: Federer spielt noch zu wenig konstant, um ein Break zu erzwingen. 8 unerzwungene Fehler schlagen beim Schweizer zu Buche.

  • Ein Aufschlag mit 194 Km/h sorgt für das 40:30, doch wegen eines Fehlers muss Tomic ins Deuce.

  • Doch wieder landet ein Ball Federers im Netz: 30:30.

  • Nun zeigt sich Federer mit Geduld und Erfolg: 15:30.

  • Federer gleicht dies aus, indem er ebenfalls einen Ball ins Netz haut. Der Schweizer versucht das Spiel schnell zu machen, da Tomic einen Rückhand-Slice nach dem anderen hinlegt.

  • Tomic gerät erstmals ins Hintertreffen. Ein Ball landet im Netz: 0:15.

  • 2:2

    Mit Serve-and-Volley sichert sich Federer sein Aufschlagspiel.

  • Mit einem gekonnten Slice am Netz geht Federer mit 40:0 in Führung.

  • 15:0 – 2. Ass Federer.

  • 1:2

    Tomic bleibt aber unbeeindruckt und serviert das Game nach Hause. Nach sieben Minuten sind bereits drei Games gespielt.

  • Federer landet mit einer Vorhand einen Return-Winner: 15 beide.

  • 1:1

    Federer lässt Tomic keine Chance in die Ballwechsel zu kommen und diktiert das Spiel. Eine zu lange Vorhand von Tomic besiegelt den Fakt: Auch Federer bringt sein Game sicher durch.

  • Gleich beim ersten Punkt zeigt er seine Qualitäten mit der Vorhand und schlägt einen schönen Winner: 15:0.

  • 0:1

    Federer holt zum 40:30 auf. Im längeren Ballwechsel ist Federer überlegen. Tomic versucht auf zu slicen.

    Tomic bringt den Service aber ins Trockene und führt.

  • Der Australier kommt mit zwei einfachen Punkte zum 30:0. Federers hat die Länge seiner Bälle noch nicht richtig justiert.

  • «Time!», ruft der Umpire. In Kürze geht es also los.

  • Der Court liegt nun im Schatten, es hat an diesem 3. heissesten Tag des Australien Open 2012 nun rund 31 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von 88 Prozent. Mit 28 Km/h herrscht doch ein anständiges Lüftchen.

  • Die beiden Athleten sind nun auf dem Court und spielen sich ein.

  • Nun ist auch der Viertelfinal-Gegner von Federer od. Tomic bekannt: Der Argentinier Juan Martin del Potro besiegte den Deutschen Philipp Kohlschreiber 6:4, 6:2, 6:1.

  • Ergebnisse

    Rafael Nadal, Roger Federers planmässiger Halbfinalgegner, spielt sich am Australian Open in Melbourne in Form. Die Nummer 2 der Welt qualifizierte sich als erster für die Viertelfinals.

    Nadal besiegte in der 4. Runde seinen Davis-Cup-Teamkollegen Feliciano Lopez problemlos 6:4, 6:4, 6:2. Nadal gab auf dem Parcours in den Viertelfinal noch keinen Satz ab. Ausserdem brachte er schon zum zweiten Mal hintereinander über 80 Prozent erste Aufschläge ins Spiel.

    In den Viertelfinals trifft Nadal auf Tomas Berdych (Tsch/7) der den Wawrinka-Bezwinger Nicolas Almagro (Sp/10) in einem Nerven aufreibenden Spiel mit 4:6, 7:6, 7:6, 7:6 schlug.

    Bei den Frauen erreichte Titelverteidigerin Kim Clijsters die Viertelfinals. Die Belgierin gewann in einer Neuauflage des letztjährigen Finals gegen die Chinesin Li Na 4:6, 7:6 (8:6), 6:4 und wehrte dabei im Tiebreak des zweiten Satzes vier Matchbälle der French-Open-Siegerin ab. Nach 2:23 Stunden verwandelte Clijsters ihrerseits ihren zweiten Matchball.(si)

  • Vorschau

    Wenn heute alles normal läuft, zieht Roger Federer mit einem Sieg über den 19-jährigen Bernard Tomic in die Viertelfinals des Australian Open ein. Doch was ist, wenn es nicht normal läuft? Dann könnte den Baselbieter das gleiche Schicksal ereilen wie Pete Sampras 2001 in Wimbledon. Der haushohe Favorit aus den USA unterlag im All England Club in den Achtelfinals einem gewissen Roger Federer, damals erst 19 Jahre alt – wie Tomic heute.

    Im Verlauf des diesjährigen Australian Open war Tomic schon für zwei Gesetzte eine böse Überraschung. In der ersten Runde eliminierte er Fernando Verdasco in fünf Sätzen, in der dritten behielt er in einem begeisternden Marathon gegen Alexander Dolgopolow die Oberhand. Tomics Belohnung ist das Duell mit Federer, dem Idol seiner Kindertage, dessen Spiele er einst in der australischen Nacht vor dem Fernseher verfolgte.

    Wenn andere spielen, schaut Tomic weg – nur bei Federer nicht

    Der Sohn kroatischer Einwanderer, der in Stuttgart zur Welt kam, schwärmt noch immer von Federers Brillanz auf dem Court. «Eigentlich macht es mir keinen Spass, einen Tennis-Match zu verfolgen. Aber wenn Federer spielt, ist es ein Vergnügen. Dann bleibe ich vom Anfang bis zum Ende sitzen», erklärte der Teenager nach dem Triumph über Dolgopolow. Dass er trotzdem nicht in Ehrfurcht erstarrt, wenn er Federer gegenübersteht, bewies Tomic im vergangenen September anlässlich des Davis-Cup-Playoffs in Sydney, als er der Schweizer Nummer 1 auf Rasen einen Satz abnahm.

    Nach dem Match habe ihm Federer Komplimente für seinen Spielweise gemacht und auch eine Reihe von Ratschlägen gegeben, so Tomic. Und mit einem Grinsen fügte er an: «Das ist gut, weil ich jetzt wieder gegen ihn antreten muss.» Zudem bete er zu Gott, dass Federer noch irgendwie krank werde und so geschwächt werde. «Atomic Bernard», wie die Australier ihren grossen Hoffnungsträger nennen, macht aber nur abseits des Tennisplatzes Scherze. Auf dem Court lullt er seine Gegner mit veritablen Slice-Orgien ein, ehe er aus dem nichts gnadenlos zuschlägt.

    «...aber ich spiele gut und habe eine Menge Selbstvertrauen»

    Auch wenn Federer nach seinem Drittrunden-Spiel gegen Ivo Karlovic bemerkte, für einen Major-Sieg sei Tomic noch nicht reif, glaubt der Ungesetzte aus Queensland fest an seine Chance gegen den 16-fachen Major-Champion: «Jetzt, wo ich schon einmal gegen Federer gespielt habe, besitze ich ein gutes Gespür dafür, in welchen Situationen er mir wehtun kann und in welchen nicht. Ich muss gut spielen, um zu gewinnen, aber ich spiele gut und habe eine Menge Selbstvertrauen. Ich glaube zu wissen, wie ich die Bälle schlagen muss, um Roger auf der Rückhandseite Mühe zu bereiten.» Ein guter Beginn sei der Schlüssel zum Erfolg, ist Tomic überzeugt. Er weiss, dass er es sich gegen Federer kaum leisten kann, wie in den drei bisherigen Begegnungen am Australian Open den ersten Satz zu verlieren. (ak)

    Zu den kompletten Tableaux des Australian Open geht es hier.

Erstellt: 22.01.2012, 08:34 Uhr

Programm & Resultate

Keine Daten vorhanden
Internationaux de Strasbourg
22.05EndeCadantu - Schiavone1:6 2:6
Open de Nice Côte d’Azur
22.05EndeLacko - Tomic2:6 3:6
Power Horse World Team Cup, Red Group
22.05EndeBerdych - Roddick6:1 6:2
Power Horse World Team Cup, Blue Group
22.05EndeTipsarevic - Jr.6:1 6:3
Roland Garros, Qualification
22.05EndeTeixeira - Chiudinelli6:2 7:5
Stand: 22.05.2012 19:20
Scoreboard
Keine Daten vorhanden
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Super League
20:15Basel - Young Boys
20:15Thun - FC Zürich
20:15Lausanne - Grasshoppers
20:15Sion - Luzern
Stand: 21.12.2011 06:00
Scoreboard
Brussels Ladies Open
23.0511:30Radwanska - Tsurenko
Internationaux de Strasbourg
23.0515:30Lucic - Schiavone
Open de Nice Côte d’Azur
23.0514:30Isner - Malisse
23.0516:45Kukushkin - Tomic
Roland Garros, Qualification WTA
23.0512:30Chan - Sadikovic
Stand: 22.05.2012 18:49
Scoreboard
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Keine Daten vorhanden
Keine Daten vorhanden
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GP Monaco
14:00Training
Stand: 23.05.2012 07:06
Scoreboard
Keine Daten vorhanden

Sport

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