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Grosse Versicherer wollen höhere Prämien für ältere Menschen

Aktualisiert am 01.12.2011 64 Kommentare

Helsana, Groupe Mutuel und Sanitas wagen sich an ein Tabu: Sie stellen das Solidaritätsprinzip bei der Krankenversicherung in Frage. Ältere Menschen sollen die von ihnen verursachten Kosten stärker selber tragen.

Alte Menschen als Kostenfaktor: Hochbetagter Patient in der Geriatrieabteilung des Zürcher Waidspitals. (Archivbild)

Alte Menschen als Kostenfaktor: Hochbetagter Patient in der Geriatrieabteilung des Zürcher Waidspitals. (Archivbild)
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Drei grosse Krankenkassen der Schweiz orten Probleme bei der Solidarität zwischen den Generationen: In Bezug auf die Gesundheitskosten würden junge Menschen im Vergleich zu älteren Menschen zu stark belastet.

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung stelle sich die Frage, ob das System mit einheitlichen Kopfprämien, Risikoausgleich und individueller Prämienverbilligung für die Zukunft noch tauge, hielten die Krankenkassen Helsana, Groupe Mutuel und Sanitas heute Donnerstag fest.

Die drei Krankenversicherer hatten sich im vergangenen Juli zur Allianz Schweizer Krankenversicherer (ASK) zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, gegen zu viel Regulierung und Fehlanreize im Gesundheitswesen zu kämpfen. Die drei Kassen vereinigen rund ein Drittel aller Grundversicherten in der Schweiz auf sich.

Eine Möglichkeit: Höhere Prämien für Alte

Weil ältere Menschen höhere Gesundheitskosten verursachen, muss nach Ansicht der Versicherer-Allianz auch die Einheitsprämie überdacht werden. Höhere Krankenkassenprämien für ältere Menschen sei aber nur eine mögliche Lösung, sagte ASK-Direktor Reto Dietschi der Nachrichtenagentur sda.

Die jüngere Generation könnte auch über andere Wege als über unterschiedliche Prämienstufen entlastet werden, etwa über einen aus Steuergeldern finanzierten Topf, sagte Dietschi. Heute seien verschiedene finanzielle Instrumente übereinander gelagert. Diese Finanzströme wolle Allianz nun analysieren.

So werden zum Beispiel Milliarden von Franken von der jüngeren zur älteren Generation verschoben, die dann durch steuerfinanzierte Prämienverbilligungen teilweise wieder an die Jungen zurückflössen, halten die Krankenversicherer in ihrer Medienmitteilung fest. (ami/sda)

Erstellt: 01.12.2011, 14:43 Uhr

64

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64 Kommentare

Peter Ottinger

01.12.2011, 15:02 Uhr
Melden 69 Empfehlung

Vor 40 Jahren gehörte ich zu den Jungen. Ich zahlte als gutes Risiko zu viel Krankenkassenprämien. Die Kassen sagten damals: "Wir wissen das, es ist ihr Solidaritätsbeitrag an die Alten". Ich fand das gut und zahlte ohne schlechte Gefühle, schliesslich werde ich auch mal alt. Heute bin ich es. Wie geht das heute mit der Solidarität? Antworten


Hans Zumstein

01.12.2011, 15:33 Uhr
Melden 51 Empfehlung

Tja jetzt wollen die KK Geldsäcke die älteren Prämienzahler, die bereits Jahrzehntelang und vielfach ohne Gegenleistungen zu beziehen, auch noch ausrauben. Goooooooohts no? Antworten



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