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Die Galeristin, die von der Wallstreet kam

Von Thomas Knellwolf. Aktualisiert am 04.01.2012 49 Kommentare

Kashya Hildebrand arbeitete lang für einen Hedgefonds. Nun handelt sie Kunst, die so international ist wie sie selbst. Wer ist die Frau des Nationalbank-Präsidenten?

Unfreiwillig im Rampenlicht: Kashya Hildebrands Kunstgalerie im Zürcher Kreis 1.

Unfreiwillig im Rampenlicht: Kashya Hildebrands Kunstgalerie im Zürcher Kreis 1.
Bild: Keystone

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Affäre Hildebrand

Affäre Hildebrand
Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, er sei in ein Insidergeschäft involviert oder habe es selber getätigt.

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«Die Galerie bleibt vom 22. Dezember bis zum 8. Januar geschlossen, um die Festtage zu feiern», steht auf zwei Zetteln bei der «Galerie Kashya Hildebrand» in einer Querstrasse zur Zürcher Bahnhofstrasse.

Als die Galeristin ihren Text an die Glastüren heftete, dürfte sie höchstens leise geahnt haben, wie turbulent die Tage über Weihnachten und Neujahr werden würden. Seit über einer Woche nun liefert eine Finanztransaktion Schlagzeilen, die Kashya Hildebrand über das Konto ihres Gatten getätigt haben soll. Damit steht die 50-jährige Gattin des Nationalbank-Präsidenten unfreiwillig im Rampenlicht.

In Pakistan geboren

Bislang war sie als Galeristin einem kleinen Kreis aufgefallen, weil sie Kunst präsentierte, die – wie sie – von drei Kontinenten stammt. Kashya Mahmood kam in Rawalpindi, einer Garnisonsstadt im Norden Pakistans, zur Welt. Ihr Vater, ein Pakistaner, starb, als sie vier Jahre alt war. Mit ihrer Mutter, einer Amerikanerin, zog sie danach in die USA. Nach dem Ökonomiestudium in Boston arbeitete Kashya Mahmood 16 Jahre für den Hedgefonds Moore Capital an der Wallstreet. Dort lernte sie den Luzerner Philipp Hildebrand kennen und lieben.

Nach dem Millennium zog das Paar in die Schweiz. Es bekam eine Tochter. Philipp Hildebrand heuerte bei der Union Bancaire Privée in Genf an, wo Kashya ihre erste Galerie eröffnete. «Ich komme nicht aus dem Künstlermilieu, sondern aus der Finanzwelt», verriet die Neo-Galeristin bald dem Westschweizer Wirtschaftsmagazin «Bilan». «Mein Mann und ich besitzen weder Aktien noch Obligationen. Unser Portefeuille besteht hauptsächlich aus Kunst. Dies ist eine exzellente Alternative.»

2003 eröffnete Kashya Hildebrand mit ihrem Bruder eine zusätzliche Galerie in New York. Philipp Hildebrand wurde ins Direktorium der Nationalbank gewählt. 2004 zog die Kleinfamilie nach Zürich. Das Ehepaar Hildebrand fiel durch elegante Auftritte an öffentlichen Anlässen wie Bällen auf.

Konzentration auf Zürich

Nach der Eröffnung der dritten Galerie im Kreis 1 wurde Kashya Hildebrand alles zu viel, wie aus einem PR-Text in arabischen Kunstmagazinen hervorgeht, den eine enge Mitarbeiterin verfasst hat. Die Galeristin schloss die Stützpunkte Genf und New York und konzentrierte sich auf Zürich. Hier stellte sie Werke von Künstlern aus dem Iran, aus China, Russland oder den USA aus. «Die ethnische Vielfalt in unserem Galerieprogramm ist ein Resultat meiner eigenen ethnischen Vielfalt, zusammen mit den Erfahrungen, die ich in meinem Leben gemacht habe.»

Kashya Hildebrand ist an Kunstmessen wie der Art Dubai, Miami, Abu Dhabi oder Singapur sehr präsent. Von den Kunden der US-Bürgerin stammt ein Grossteil aus Asien, gemäss einem Insider sind nur zehn bis zwanzig Prozent Schweizer. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 03.01.2012, 22:22 Uhr

49

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49 Kommentare

Ernst Rietmann

04.01.2012, 08:09 Uhr
Melden 106 Empfehlung

Hier zeigt sich nun, wie wenig hinter der ganzen Geschichte steckt. Die Wechselkurse von Währungen und deren Schwankungen sind täglich überall ersichtlich und nicht nur Insidern vorbehalten. Durch Blocher wird jemand kriminalisiert, der überhaupt nicht kriminell ist. Dies nur, um Hildebrand einen Reputationsschaden zu verursachen. Absolut unterste Schublade von Blocher, aber er kann nicht anders. Antworten


Lilian Moschin

04.01.2012, 08:28 Uhr
Melden 63 Empfehlung

Den Tag, an welchem Ch. Blocher endlich aufhören wird, seinen Mist über Menschen auszuschütten, werde ich mit einer Magnum-Flasche Champagner feiern. Er hätte in der Tat genügend Gründe vor der eigenen Türe zu wischen! Antworten



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