Was lange währt, wird endlich bitter!
Die Thuner Rockband The Corleons: Stefan «Ramsy» Ramseier (vorne), Stephan Burkhalter, Kilu Röthlisberger,
Mike Röthlisberger und Patrick Kaderli (hinten von links). (Bild: zvg)
Lieber bitter als allzu süss: Kariesgefahr herrscht beim Genuss der neuen Songs der Corleons vom frenetischen «Don’t Stop Walk» über die psychedelische Kakofonie von «Intermission» bis zum wuchtigen, epischen «Sleepin’ with a Gun» definitiv nicht. Eine satte, vorwärtstreibende Rhythmusgruppe, markige Gitarrenriffs, leidenschaftlich-rotziger Gesang – die Thuner Rockband zelebriert ihren an Bands wie den Rolling Stones oder den Black Crowes geschulten Retrorock mit viel Verve und Energie. Der Albumtitel «Better Bitter than too Sweet» sage viel über die Band und das Leben aus, ist Gitarrist Kilu Röthlisberger überzeugt: «Ich denke, jeder Mensch kennt Abschnitte in seinem Leben, bei denen die süssen Früchte weniger werden und man plötzlich mit einer Situation dasteht, die eher bitter ist.» Es gehe darum, dass genau diese Auseinandersetzung auch positiv und eine Chance für die Zukunft sein könne.
Bittere Momente für die Band
Ein Fakt, der auch für die Corleons selber gilt, die erst im zehnten Jahr der Bandgeschichte endlich ihren ersten Longplayer veröffentlichen: «Wir hatten als Band das Bittere zu spüren bekommen. Ob dies Musikerwechsel waren oder sonstige Situationen, die uns warten liessen mit dem Release», erklärt Röthlisberger. Auch das nötige Kleingeld für eine professionelle Produktion musste vorhanden sein. «Wir wussten jedoch immer: Wenn alle so weit sind, machen wir eine Aufnahme, die nicht nur als CD, sondern auch als Schallplatte erscheinen soll. Ein Album auf das wir jetzt sehr stolz sind.» Entsprechend ist der Release für Kilu Röthlisberger, seinen ebenfalls Gitarre spielenden Bruder Mike, Frontmann und Sänger Stefan «Ramsy» Ramseier, Bassist Patrick Kaderli und den neuen Drummer Stephan Burkhalter eine grosse Sache – zumal das Werk «hundertprozentig handgemacht» ist: von der ersten Songidee bis hin zum Artwork und Webauftritt. Ab dem 7.November steht der Erstling in den Läden. Wer nicht so lange warten will, erhält am Samstag, 5.November, Gelegenheit, «Better Bitter than too Sweet» ein erstes Mal zu hören und zu kaufen: In der Bar Mundwerk geht eine Pre-Release-Party mit DJ Flaco über die Bühne. Live gibts die Corleons am 24.November: Dann taufen sie ihre Platte offiziell im Café Mokka.
In einer anderen Dimension
Im nächtlichen Treiben von Thun haben sich die Corleons-Mitstreiter einst dem Rock’n’Roll verschrieben – seither lässt sie der von der 70er-Jahre-Rockmusik geprägte Sound nicht mehr los. «Das Songwriting und das Aufnehmen ist für uns ein Eintauchen in eine andere Dimension. Es ist, als würden wir uns von der Umgebung abtrennen und in unserer Leidenschaft voll und ganz aufgehen», sagt Mike Röthlisberger. «Ramsy» Ramseier fügt an: «Wenn wir Vergleiche mit Künstlern wie Led Zeppelin, Aerosmith oder The White Stripes hören, ist es für mich eine Ehre, dass wir uns auf diesem Pfad befinden.»
«Natürlich wäre es ein Traum, von der Musik leben zu können», antwortet Kilu Röthlisberger auf die Frage nach den Zielen der Band. Doch an erster Stelle stehe, dass die Corleons ihrer musikalischen Linie treu blieben. Und: «Wir möchten unser musikalisches Schaffen möglichst vielen Leuten zugänglich machen, sie mit unserem Sound berühren.» Und das ist dann sozusagen die süsse Seite von «Better Bitter than too Sweet».
The Corleons: «Better Bitter than too Sweet», Debüt-CD erhältlich ab 7.November. Pre-Release: 5. November, Bar Mundwerk, Obere Hauptgasse 49, Thun; Plattentaufe: 24.November, Café Mokka, Allmendstrasse 14, Thun. www.thecorleons.com (Thuner Tagblatt)
Erstellt: 01.11.2011, 08:44 Uhr
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