Teddybären, so weit das Auge reicht
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Fast 90 Ausstellerinnen und Aussteller von Teddys und Puppen fanden den Weg an das 5.Bärenfest in Sigriswil. Zur Hauptsache stammten sie aus der Schweiz, 16 kamen aus Deutschland, drei aus Frankreich und je einer aus Belgien und dem Fürstentum Liechtenstein. Ein Rundgang durch die Ausstellung, begleitet von der Bärenkennerin Kathrin Mühlethaler aus Sigriswil, zeigte die Vielfalt der Teddybären- und Puppenkreationen, denen in Bezug auf Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Bereits beim Eingang zum Chüerhüsi fiel bei den Speedy-Bären von Manuela Rix der spezielle Gesichtsausdruck auf. Beeindruckend ist zudem, dass die Bären an den Beinen, Händen und dem Kopf mit Mehrfachgelenken ausgerüstet sind, womit die Teddys den Ansprüchen des Käufers entsprechend platziert werden können. Auch die Ausmasse sind aussergewöhnlich, kreiert Manuela Rix doch Teddys bis zu einer Grösse von 1,4 Metern.
Meister 2009 und 2010
Christiane Egersdörfer aus Deutschland präsentierte nicht ohne Stolz ihre Teddys, welche an internationalen Wettbewerben zu Meister Teddys 2009 gekürt und 2010 am TED Worldwide den 1.Platz und beim Meisterteddy 2010 den 2.Platz belegt hatten. Die farbenfrohen Chrilu-Bären schauen dabei die Besucherinnen und Besucher verschmitzt an. Auch Barbara Sulser aus Hettlingen präsentierte ihren Teddy, welcher ebenfalls am TED-Worldwide-Wettbewerb in der Kategorie Miniature den 1.Platz belegt hatte. Margrith von Fellenberg aus Hilterfingen präsentierte ihre Rosenegg-Bären, die aus Mohair- oder Alpakastoff hergestellt und traditionsgemäss mit Holzwolle gestopft sind. Ein Teil der Teddybären enthalten zudem Zedernholzwolle, die den Bären einen speziellen Duft verleiht. Interessant ist es, Hans-Rudolf Simmler zuzuschauen, wie er aus einem Holzstück Bären und andere Tiere schnitzt. «Für meine Arbeiten benutze ich nur einheimische Hölzer wie Linde, Kirsche, Nuss, Eiche, Tanne oder Föhre», erklärt er, während sein Schnitzlermesser unaufhörlich in Bewegung ist, um die zwei Bärenfiguren herauszuarbeiten.
Fast echte Babys
Überrascht bleiben die Besucher vor dem Ausstellungsstand mit den Reborn-Babys stehen. Die Babys sehen so echt aus, dass man meint, dass die kleinen Kinder schlafen. Wie Renate Eberhard erklärt, werden die Puppen von einer Künstlerin modelliert und dann in Vinyl gegossen. Die Rohlinge werden weiterbearbeitet, bemalt und bekleidet, sodass sie wie echte Babys aussehen. Anders dagegen die Künstlerpuppen aus Porzellan, welche die Münchnerin Siu Ling Wang in Sigriswil ausstellte: Die feinen Gesichtszüge und die gekonnte Bemalung und Bekleidung der Puppen verzaubern die Besucherinnen und Besucher beim Betrachten. Eine spezielle Idee zeigt Mag Bears aus Frankreich. Die drehbaren Köpfe ihrer Teddys haben auf der einen Seite ein Bärengesicht und auf der Rückseite ein Menschengesicht. Am Bärenfest wurden zudem auch Teddydecken, Bärentaschen und Untersätze sowie weitere kunsthandwerkliche Arbeiten wie etwa Kleider aus Alpakawolle, Shirts und Airbrushbilder angeboten.
Kotoun holt ersten Platz
Den Besucherwettbewerb haben die folgenden Künstlerinnen gewonnen: 1. Margrit Kotoun, Bern, 2. Magali und Olivier Plataux, Frankreich, 3. Anke Bachofner, Ittigen. Die Organisatoren Corinne und Frank Schröder freuten sich über das erfolgreiche Bärenfest und konnten bereits von allen Ausstellern die Anmeldung für das Bärenfest 2011 entgegennehmen. (Thuner Tagblatt)
Erstellt: 16.08.2010, 11:09 Uhr
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