Sandee: Ehemalige Sängerin von Gölä wird Mutter
Zur Person
Sängerin Sandee (34) heisst mit richtigem Namen Sandra Moser, stammt aus Wimmis und arbeitet in ihrem Studio in Uttigen, wo sie Gesangsunterricht erteilt und ihre Lieder und Liedtexte komponiert.
Ihr Lebenspartner ist Thomas Müller (42), dem das Hotel Bernerhof mit der Bernabar (bis vor kurzem auch das Musiklokal Alte Taverne) in Adelboden sowie die Schmiedstube-Bar in Thun gehören. Er ist der Vater des gemeinsamen Kindes.
Sandee sang erstmals mit 13Jahren auf Bühnen, tourte von 1998 bis 2000 mit ihrer Schwester Barbara Meister-Moser mit Gölä und von 2000 bis 2002 mit Hanery Ammann durch die Schweiz und hat bislang vier Solo-CDs herausgegeben, eine fünfte ist in Planung. Das letzte Grossprojekt der Mundartpopsängerin war die Teilnahme am Wettbewerb «Kampf der Chöre» letztes Jahr beim Schweizer Fernsehen.
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Nach vier «Geburten» für eine CD mit eigenen Liedern folgt nun eine fünfte, eine ganz andere: Wie fühlt es sich an, bald Mutter zu werden?
Sandee: Es ist ein wunderbares Gefühl, und mein Lebenspartner Tom Müller und ich, wir freuen uns sehr darauf, Eltern zu werden.
Und wie verlief die Schwangerschaft bis jetzt?
Mir war nie schlecht, ich musste mich nie übergeben – und ich fühle mich sehr geerdet, wohl und zufrieden.
Und wann ist der Termin?
Die Geburt ist auf Mitte September angesagt.
Sie wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird?
Zuerst wollte ich es nicht wissen, Tom jedoch schon. Dann nahm es mich auch wunder – und zudem war das Geschlecht des Babys auf dem Ultraschallbild nicht zu übersehen (lacht). Doch ich möchte es noch nicht verraten.
War die Schwangerschaft eigentlich geplant?
Sie war extrem ungeplant (lacht). Ich hatte nie einen ausgeprägten Kinderwunsch.
Heiraten Sie nun deswegen noch vor der Geburt?
Nein, ein eigenes Kind ist für uns beide weder ein Grund für eine eilige, gestresste Heirat vor der Geburt noch überhaupt ein Muss zu heiraten. Eltern werden und heiraten hat für uns nichts miteinander zu tun, was jetzt aber nicht heissen soll, dass wir nie heiraten werden.
Sie sind eine der erfolgreichsten Schweizer Mundartsängerinnen, texten und komponieren ihre Lieder selbst, leben vom Singen und von Auftritten Bereitet Ihnen das Mutterwerden in dieser Hinsicht Sorgen?
Am Anfang bin ich in Panik geraten. Heute bereitet mir das Ungewisse manchmal noch Angstgefühle, doch ich freue mich sehr auf das kleine Menschlein und werde bestimmt einen Weg finden, um Beruf und Familie zu verbinden. Ich bin ja nicht die erste im Showbusiness, die Mutter wird (lacht). Das wird schon irgendwie gehen.
Haben Sie irgendwelche Vorstellungen oder bereits neue Projekte am Laufen?
Ursprünglich war geplant, 2012 die nächste CD aufzunehmen und auf Tournee zu gehen. Doch nun setze ich mich nicht unter Druck, sondern warte einmal ab, wie es mir gehen wird und wie ich das Neue erleben werde. Ich entscheide mich erst später. Bis dahin texte und komponiere ich im stillen Kämmerlein weiter.
Sie geben ja auch Gesangsunterricht. Das werden Sie auch weiterhin tun?
Ja, auf jeden Fall. Den 15 Personen werde ich auch weiterhin Gesangsunterricht erteilen, und auch neue Schülerinnen und Schüler sind willkommen.
Sie traten in den letzten Monaten immer wieder auf. Beeinträchtigt die Schwangerschaft die Stimme?
Das Zwerchfell hat immer weniger Platz, und die Luft ist deshalb merklich dünner geworden (lacht). Das Singen brauchte mit zunehmendem Bauchumfang mehr Konzentration – und gleichzeitig habe ich noch nie so gut gesungen wie in dieser Zeit, vielleicht gerade deswegen.
Stehen Ihnen bis zum Geburtstermin noch weitere Aufritte bevor?
Das letzte Konzert hatte ich am 18.Juni als Gast von Rolf Raggenbass und der Country Heart Band in Wallisellen. Am Brienzersee-Rockfestival habe ich zwei weitere Gastauftritte: Am Freitag, 5. August, mit der Schmetterband und am 8. August mit Bündnerflaisch.
Gibt es nebst einer nächsten CD und einer Tournee noch andere Pläne musikalischer Art, die Sie sich wünschen?
Ja, sicher. Ich würde gerne einmal noch mit anderen Leuten zusammenarbeiten – zum Beispiel in einem Duett mit Kuno Lauener oder Philipp Fankhauser.
Gäbe es eine musikalische oder eine andere Passion, die sie noch ausleben möchten?
Meine Passion ist die New-Country-Musik. Wer weiss, vielleicht werde ich irgendwann noch in diesem Bereich etwas auf die Beine stellen. Doch es ist im Moment nichts Konkretes geplant – ausser, dass ich bald Mutter respektive wir bald Eltern werden. (Thuner Tagblatt)
Erstellt: 24.06.2011, 07:09 Uhr
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