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Sagt die CS Ja zu kultureller Übergangsnutzung?

Von Marc Imboden. Aktualisiert am 18.10.2011 2 Kommentare

Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Gerberkäse AG ist seit Freitag besetzt. Ob das Kollektiv A-Perron schon bald wieder abziehen muss, ist derzeit noch offen.

Das ehemalige Gerberkäse-Verwaltungsgebäude: Es wurde am letzten Freitag von der Gruppe A-Perron besetzt.

Das ehemalige Gerberkäse-Verwaltungsgebäude: Es wurde am letzten Freitag von der Gruppe A-Perron besetzt.
Bild: Marc Imboden

Nein, so stellt man sich ein besetztes Gebäude nicht vor: Die Wände sind nicht versprayt, die Fensterscheiben ganz, und es liegen auch keine zerbrochenen Bierflaschen und anderer Abfall herum. Die jungen Leute vom Kollektiv A-Perron haben sich alle Mühe gegeben, das unter Schutz stehende frühere Verwaltungsgebäude der Gerberkäse AG an der Gewerbestrasse an ihren Partys am Freitag und Samstag nicht zu beschädigen.

Auf einem Plakat sind die Besucher aufgefordert worden, die Wände nicht für Graffiti zu missbrauchen. «Wir hatten auch einen Sicherheitsdienst im Einsatz, der darauf geachtet hat, dass unsere Regeln eingehalten werden», sagte einer der Besetzer gegenüber dieser Zeitung. Er und seine Freunde sind sich bewusst, dass sie sich mit Zerstörungen nur ins eigene Fleisch schneiden würden. Denn sie möchten das Gebäude bis im Dezember als Kultur- und Jugendzentrum benutzen dürfen. «Unser Ziel ist, einen Verein zu gründen, der das Gebäude von der CS mieten kann», fügte ein anderes Mitglied von A-Perron an.

«Nehmen Kultur sehr ernst»

Das Gebäude befindet sich im Besitz der Credit-Suisse-Anlagestiftung. Deren Sprecherin, Karin Schwerzmann, erklärte gestern gegenüber dieser Zeitung, dass noch kein Entscheid gefallen sei, wie man mit der Hausbesetzung umgehe. «Grundsätzlich nehmen wir kulturelle Anliegen bei der CS aber sehr ernst», betonte sie. «Wir haben in unseren Liegenschaften schon mehrmals eine Übergangslösung toleriert. Ob wir es auch in Thun so halten, klären wir nun ab.»

Am Samstag sah es noch danach aus, als ob die Besetzung rasch zu Ende gehen würde. Thuns Abteilungsleiter Sicherheit, Erwin Rohrbach, und Alec von Graffenried von der Losinger Marazzi AG, die das Überbauungsprojekt für das ganze Areal erarbeitete, waren vor Ort und besprachen sich mit dem A-Perron-Kollektiv. «Es wurde mit ihnen ausgehandelt, dass sie das Gebäude bis Montagmittag verlassen», sagte Thuns Sicherheitsvorsteher Peter Siegenthaler (SP) am Montag. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 18.10.2011, 08:22 Uhr

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2 Kommentare

Franz Schori

18.10.2011, 13:31 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Bravo, es ist höchste Zeit, dass sich die Thuner Jugend in der Kulturwüste Thun ihre Freiräume erobert. Und das erst noch mit einem eigenen Sicherheitsdienst, um Vandalismus vorzubeugen. Ich hoffe, dass die CS eine Übergangsnutzung zulässt. Antworten


Pascal Neu

21.10.2011, 17:15 Uhr
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kommt gut! gebt den linksfaschisten nur ihre gesetzes freien räume! ihr werdet schon sehen was ihr davon habt, von den linken sa- schlägertrupps mal abgesehen! Antworten



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