ePaper · Abo · Inserate · Wetter: Thun 11°wechselnd bewölkt

Region

Neubau von Meyer Burger: Mit Einsprechern verhandelt

Von Michael Gurtner. Aktualisiert am 10.09.2010

Zum Neubau von Meyer Burger im Schoren fanden Einspracheverhandlungen statt. Bald sollen Entscheide folgen. Noch ist unklar, wann der Baurechtsvertrag in den Thuner Stadtrat kommt. Für die Septembersitzung reichts nicht.

Auf diesem Stück Land plant die Firma Meyer Burger ihren Neubau: An der Schorenstrasse (am linken Bildrand) sind zwei Gebäude vorgesehen. Mit den Einsprechern gegen das Projekt fanden nun Verhandlungen statt.

Auf diesem Stück Land plant die Firma Meyer Burger ihren Neubau: An der Schorenstrasse (am linken Bildrand) sind zwei Gebäude vorgesehen. Mit den Einsprechern gegen das Projekt fanden nun Verhandlungen statt.
Bild: Archiv TT/Gurtner

«Ja, es haben Einigungsverhandlungen stattgefunden», bestätigte der Thuner Regierungsstatthalter Marc Fritschi auf Anfrage. Zur Erinnerung: Zum geplanten Neubau von Meyer Burger an der Schorenstrasse waren zwei Baugesuche eingereicht worden; das erste für die Produktionshalle und den Bürokopfbau, das zweite für ein Betriebsgebäude. Gegen die beiden Gesuche gingen beim Statthalter acht Einsprachen ein (wir berichteten). «Es ist uns bewusst, dass sowohl Bauherrschaft als auch Einsprecher auf unseren Entscheid warten», sagte Fritschi weiter. Er will deshalb entscheiden, sobald die letzten ausstehenden Berichte vorliegen, kann aber noch keinen Termin nennen. Die beiden Baugesuche werden laut Fritschi nicht in einem Entscheid zusammengefasst. Denn: Bei der zweiten Eingabe handelt es sich um ein generelles Baugesuch. Darin werden erst Art der Nutzung, Dimension, Gestaltung und Erschliessung des neuen Gebäudes sowie der Abbruch des bestehenden Bauernhauses beurteilt. Nach einem allfälligen positiven Entscheid braucht es noch ein weiteres Baubewilligungsverfahren für das konkrete Ausführungsprojekt.

«Alle Normen erfüllt»

Bernhard Gerber, CEO der Meyer Burger AG in Thun, betont: «Es ist nicht unser Ziel, möglichst gross oder repräsentativ zu bauen.» Im Produktionsbereich etwa geben die Maschinen und die nötigen Sicherheitsvorschriften die Höhe vor. Gerber hält fest, dass das geplante Gebäude alle Normen und rechtlichen Vorgaben erfüllt. «Das Land ist von der Stadt Thun für eine solche Nutzung vorgesehen. Da ist es doch die beste Lösung, wenn auf einer solchen Industrieparzelle hochqualifizierte Mitarbeiter in einem Forschungscenter beschäftigt werden.» Würde etwa ein Baumarkt errichtet, wäre das Verkehrsaufkommen sicher höher. Und: Für Meyer Burger gehe es auch darum, Arbeitsplätze zu sichern. Im Zusammenhang mit dem Neubauprojekt hat die im Solarbereich sehr erfolgreiche Firma stets ihr Bekenntnis zum Standort Thun hervorgehoben.

Weiter in Kontakt

Bernhard Gerber hat durchaus Verständnis dafür, dass einzelne Anwohner keine Freude an der Grösse des Projekts haben. «Wir suchen nicht die Konfrontation und wollen die Leute nicht überfahren. Wir sind weiter in Kontakt mit den Anwohnern», betont der CEO. Aber es sei nicht möglich, das Gebäude von der Grösse her anders zu bauen, da sonst die Effizienz verloren gehe.

Im November im Stadtrat?

Ursprünglich war vorgesehen, dass der Thuner Stadtrat in der Sitzung vom 23. September über den Baurechtsvertrag zwischen der Stadt Thun und Meyer Burger befinden kann. Dies wird aber nicht der Fall sein, weil Einsprachen nach wie vor hängig sind. «Die Dauer des Verfahrens ist somit zeitlich vom Entscheid des Regierungsstatthalters abhängig», sagt Gemeinderätin Jolanda Moser (FDP). Zudem seien die Unterschriften unter den Baurechtsvertrag noch nicht gesetzt. Bald stehe eine nächste Besprechung mit Meyer Burger an, an welcher noch Details besprochen werden. «Ich hoffe, dass wir anschliessend unterzeichnen und die Genehmigungsrunde im Gemeinde- und Stadtrat in Gang setzen können», führt Moser aus. Sie möchte den Vertrag so rasch wie möglich – bestenfalls in den Sitzungen im November oder Dezember – dem Parlament vorlegen.

(Thuner Tagblatt)

Erstellt: 10.09.2010, 10:23 Uhr

0

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

Noch keine Kommentare

Region

Populär auf Facebook – Privatsphäre

Meistgelesen in der Rubrik Region

Umfrage

Wieviele Festivals möchten Sie in diesem Jahr besuchen?