Neubau von Meyer Burger: Mit Einsprechern verhandelt
«Ja, es haben Einigungsverhandlungen stattgefunden», bestätigte der Thuner Regierungsstatthalter Marc Fritschi auf Anfrage. Zur Erinnerung: Zum geplanten Neubau von Meyer Burger an der Schorenstrasse waren zwei Baugesuche eingereicht worden; das erste für die Produktionshalle und den Bürokopfbau, das zweite für ein Betriebsgebäude. Gegen die beiden Gesuche gingen beim Statthalter acht Einsprachen ein (wir berichteten). «Es ist uns bewusst, dass sowohl Bauherrschaft als auch Einsprecher auf unseren Entscheid warten», sagte Fritschi weiter. Er will deshalb entscheiden, sobald die letzten ausstehenden Berichte vorliegen, kann aber noch keinen Termin nennen. Die beiden Baugesuche werden laut Fritschi nicht in einem Entscheid zusammengefasst. Denn: Bei der zweiten Eingabe handelt es sich um ein generelles Baugesuch. Darin werden erst Art der Nutzung, Dimension, Gestaltung und Erschliessung des neuen Gebäudes sowie der Abbruch des bestehenden Bauernhauses beurteilt. Nach einem allfälligen positiven Entscheid braucht es noch ein weiteres Baubewilligungsverfahren für das konkrete Ausführungsprojekt.
«Alle Normen erfüllt»
Bernhard Gerber, CEO der Meyer Burger AG in Thun, betont: «Es ist nicht unser Ziel, möglichst gross oder repräsentativ zu bauen.» Im Produktionsbereich etwa geben die Maschinen und die nötigen Sicherheitsvorschriften die Höhe vor. Gerber hält fest, dass das geplante Gebäude alle Normen und rechtlichen Vorgaben erfüllt. «Das Land ist von der Stadt Thun für eine solche Nutzung vorgesehen. Da ist es doch die beste Lösung, wenn auf einer solchen Industrieparzelle hochqualifizierte Mitarbeiter in einem Forschungscenter beschäftigt werden.» Würde etwa ein Baumarkt errichtet, wäre das Verkehrsaufkommen sicher höher. Und: Für Meyer Burger gehe es auch darum, Arbeitsplätze zu sichern. Im Zusammenhang mit dem Neubauprojekt hat die im Solarbereich sehr erfolgreiche Firma stets ihr Bekenntnis zum Standort Thun hervorgehoben.
Weiter in Kontakt
Bernhard Gerber hat durchaus Verständnis dafür, dass einzelne Anwohner keine Freude an der Grösse des Projekts haben. «Wir suchen nicht die Konfrontation und wollen die Leute nicht überfahren. Wir sind weiter in Kontakt mit den Anwohnern», betont der CEO. Aber es sei nicht möglich, das Gebäude von der Grösse her anders zu bauen, da sonst die Effizienz verloren gehe.
Im November im Stadtrat?
Ursprünglich war vorgesehen, dass der Thuner Stadtrat in der Sitzung vom 23. September über den Baurechtsvertrag zwischen der Stadt Thun und Meyer Burger befinden kann. Dies wird aber nicht der Fall sein, weil Einsprachen nach wie vor hängig sind. «Die Dauer des Verfahrens ist somit zeitlich vom Entscheid des Regierungsstatthalters abhängig», sagt Gemeinderätin Jolanda Moser (FDP). Zudem seien die Unterschriften unter den Baurechtsvertrag noch nicht gesetzt. Bald stehe eine nächste Besprechung mit Meyer Burger an, an welcher noch Details besprochen werden. «Ich hoffe, dass wir anschliessend unterzeichnen und die Genehmigungsrunde im Gemeinde- und Stadtrat in Gang setzen können», führt Moser aus. Sie möchte den Vertrag so rasch wie möglich – bestenfalls in den Sitzungen im November oder Dezember – dem Parlament vorlegen.
(Thuner Tagblatt)
Erstellt: 10.09.2010, 10:23 Uhr
Kommentar schreiben
Region
- 16:58Mann bei Arbeitsunfall tödlich verletzt
- 15:43Die Aarbergergasse - Berns umstrittene Ausgehmeile
- 14:48«Ich weiss, der Fallschirm öffnet sich immer»
- 13:43Den Regenschirm sollte man auch an Pfingsten dabei haben
- 12:54Auto knallt frontal in Lastwagen
- 12:38Westast der Umfahrung von Biel geht in die Mitwirkung
Region
- 16:58Mann bei Arbeitsunfall tödlich verletzt
- 15:43Die Aarbergergasse - Berns umstrittene Ausgehmeile
- 14:48«Ich weiss, der Fallschirm öffnet sich immer»
- 13:43Den Regenschirm sollte man auch an Pfingsten dabei haben
- 12:54Auto knallt frontal in Lastwagen
- 12:38Westast der Umfahrung von Biel geht in die Mitwirkung


















