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Die Aussichtsplattform auf dem Harder wird gebaut

Von Ueli Flück. Aktualisiert am 28.07.2011

Der Regierungsstatthalter hat eine Einsprache gegen das Projekt abgewiesen und die Baubewilligung erteilt. Der Einsprecher verzichtet auf eine Beschwerde.

Das auf Unterseener Boden  liegende Bergrestaurant Harder Kulm. Die neue Aussichtsplattform wird westlich des Restaurants auf gleicher Ebene wie die Gartenterrasse gebaut (siehe Pfeil).

Das auf Unterseener Boden liegende Bergrestaurant Harder Kulm. Die neue Aussichtsplattform wird westlich des Restaurants auf gleicher Ebene wie die Gartenterrasse gebaut (siehe Pfeil).
Bild: Archiv BO/zvg

Die Harderbahn will mit dem Bau einer 300'000 Franken teuren Aussichtsplattform – dem sogenannten Zwei-Seen-Steg – beim Restaurant Harder Kulm einen neuen Akzent setzen. Die Baubewilligung wurde vor Monatsfrist erteilt und wird – da der einzig verbliebene Einsprecher auf einen Weiterzug verzichtet – rechtsgültig. Wie Simon Bickel, Pressesprecher der Jungfraubahnen, auf Anfrage mitteilte, soll mit dem Bau begonnen werden, «sobald wir von den Behörden grünes Licht erhalten». Das dürfte in den nächsten Tagen so weit sein. Die Bauzeit werde sechs bis acht Wochen dauern.

Was geplant ist

Das Projekt geht auf eine Semesterarbeit der Berner Fachschule für Architektur, Holz und Bau zurück. Als Vorbild diente der Skywalk, der 2007 im Grand Canyon in Arizona eröffnet worden ist. Der Zwei-Seen-Steg wird 1322 Meter über Meer westlich des Restaurants gebaut und gegen Süden gerichtet sein. Die 57 Quadratmeter grosse Plattform aus Holz, die an der vordersten Kante 17 Meter über dem Boden des steilen Hanges steht, wird von einer Stahlkonstruktion getragen. In der Mitte des Stegs werden die Besucher durch eine Glasfläche in die Tiefe blicken können. Gegenüber der Plattform erheben sich die Oberländer Bergriesen mit Eiger, Mönch und Jungfrau, gegen Osten ist der Brienzersee, gegen Westen der Thunersee zu sehen, rund 700 Meter tiefer breitet sich das Bödeli aus. Der Aussichtsteg werde sich unauffällig ins Landschaftsbild einfügen, verspricht die Bauherrschaft. Rodungen seien nicht nötig, der angrenzende Waldsaum und der Lebensraum für Tiere würden ihre Funktionen behalten.

Zwei Einsprachen

Das Baugesuch für den Zwei-Seen-Steg wurde im Januar dieses Jahres publiziert. «Wir haben bereits mit allen Behörden und Institutionen Gespräche geführt, auch mit dem Heimatschutz», sagte damals der Leiter Fachbereich Infrastruktur der Jungfraubahnen, Jürg Lauper, gegenüber dieser Zeitung. Er erwarte daher zumindest von dieser Seite keine Einsprachen. Deren zwei gab es dann aber von anderer Seite. In persönlichen Gesprächen konnte erreicht werden, dass eine Einsprache (von einer Privatperson) zurückgezogen wurde, die andere aber nicht. Sie wurde vom Unterseener Walter Brunner junior im Namen der Schweizer Demokraten (SD) eingereicht. Aus der geplanten Eröffnung der Aussichtsplattform im vergangenen Frühjahr wurde nichts. Das Projekt werde aber konsequent weiterverfolgt, erklärte VR-Präsident Urs Kessler an der Harderbahn-Generalversammlung vom 31. Mai. «Wir sind zuversichtlich, dass dieses neue Wahrzeichen noch im laufenden Jahr bewilligt und gebaut werden kann», steht im Geschäftsbericht des Unternehmens.

Und so weit ist es nun. Der Regierungsstatthalter des Verwaltungsbezirks Interlaken-Oberhasli wies die Einsprache ab und erteilte die Baubewilligung. Diese beansprucht zwei Ausnahmen. Einerseits für das Bauen ausserhalb der Bauzone und andererseits für das Bauen im Wald. Regierungsstatthalter Walter Dietrich hält fest: «Ich habe die Baubewilligung nicht leichtfertig erteilt, sondern gestützt auf das Urteil von Spezialisten.» Sowohl das Amt für Gemeinden und Raumplanung wie auch das Amt für Wald hätten den erforderlichen Ausnahmen zugestimmt. (Berner Oberländer)

Erstellt: 28.07.2011, 08:26 Uhr

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