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Der Wirtschaft auf der Spur

Von Markus Kestenholz. Aktualisiert am 09.09.2011

Die Thuner Sektion des Handels- und Industrievereins führte rund vierzig Mitglieder auf einen wirtschaftshistorischen Rundgang durch die Thuner Altstadt.

Erzählten Historisches und Aktuelles zur Thuner Wirtschaft: Jon Keller (links), ehemaliger Thuner Stadtarchivar, 
und der Thuner Präsident des Handels- und Industrievereins  Reto Heiz vor HIV-Mitgliedern.

Erzählten Historisches und Aktuelles zur Thuner Wirtschaft: Jon Keller (links), ehemaliger Thuner Stadtarchivar, und der Thuner Präsident des Handels- und Industrievereins Reto Heiz vor HIV-Mitgliedern.
Bild: Markus Kestenholz

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Zu ihrem 150-Jahr-Jubiläum veranstaltete die Sektion Thun des bernischen Handels- und Industrievereins (HIV) im vergangenen Frühling einen Rundgang durch die wirtschaftlich traditionsreicheren Bereiche der Thuner Altstadt. Aufgrund des regen Interesses an dieser Veranstaltung entschied sich der Verein, den Rundgang noch einmal durchzuführen.

So konnte nun am Mittwoch eine rund vierzigköpfige Gruppe, vornehmlich aus Unternehmern bestehend, auch in den Genuss dieser wirtschaftshistorischen Führung kommen. Den Rundgang leiteten Jon Keller, der ehemalige langjährige Archivar der Stadt Thun, und Reto Heiz, Präsident des HIV.

Diverse Gewerbe

Vom Thunerhof bis ins ehemalige Selve-Areal hielt die Gruppe gesamthaft elfmal inne, und Jon Keller vermittelte einen historischen Einblick in die verschiedensten Thuner Gewerbezweige. Seine Ausführungen schlossen die Wandlung der ehemaligen Touristenstadt in den Militärstandort ebenso ein wie die Geschichte des lokalen Bankenwesens und der hier vornehmlich aus Zulieferbetrieben bestehenden Autoindustrie.

Der Falken im Bälliz wurde als Gründungsort des HIV auch genauer unter die historische Lupe genommen. Nach seinen kurzen Ansprachen schloss Jon Keller jeweils mit einer Frage an den Präsidenten des HIV. Reto Heiz nahm diese dann jeweils zum Anlass, einige Ausführungen zum Verhältnis zwischen Unternehmer und Arbeitnehmer anzustellen.

Steter Umbruch

Wie ein roter Faden durch die gesamte Führung verlief die Erwähnung der regelmässigen Wandlungen, welchen die Ausrichtung der regionalen Wirtschaft in den letzten 150 Jahren immer wieder unterworfen war. Beispiele sind die prächtigen ehemaligen Hotels am See, in welchen heute Seniorenresidenzen oder die Stadtverwaltung untergebracht sind. Und die klingenden Namen der Metallwerke Selve oder Gerber-Käse sind in wirtschaftliche Geschichte übergegangen. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 09.09.2011, 06:16 Uhr

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