Der FC Thun auf fremdem Terrain
Am Donnerstag spielte eine Auswahl der 1.Mannschaft vom FC Thun gegen Mitglieder ihres Nachbarvereins, des Tennisclubs Thun, Beach-Tennis im Strandbad Thun. «Beach-Tennis ist einfach zu spielen und macht von Beginn weg Spass», erklärte Erich Beutler, Organisator des Plauschwettkampfes sowie Seniorenobmann des Tennisclubs Thun, die junge Trendsportart aus dem Süden.
Um die junge Sportart auch in der Schweiz bekannt zu machen, führt der Landesverband Swiss Tennis in diesem Jahr in der ganzen Schweiz Promotionsanlässe durch. «Dies brachte uns auf die Idee, einen Wettkampf mit dem FC Thun durchzuführen», sagte Erich Beutler weiter. «Ausserdem wollen wir mit diesem Anlass unserem Nachbarverein nachträglich zu seinem Aufstieg in die Axpo Super League gratulieren.»
Beach-Volley und Tennis
«Beach-Tennis ist eine Mischung aus Tennis und Beach-Volley», erklärte Erich Beutler kurz die Spielregeln. Gespielt wird jeweils in Zweierteams auf einem Beach-Volley-Feld. Mit ovalen Schlägern, Paddles genannt, versuchen die Spieler, den Ball (druckreduzierte Tennisbälle) übers Netz in die gegnerische Zone zu spielen. Der Ball wird dabei ausschliesslich direkt gespielt. Die Punktevergabe funktioniert ähnlich wie im Tennis. Dank den einfachen Spielregeln fügen sich auch Anfänger schnell ins Spiel ein. Die FC-Thun-Spieler sowie der grösste Teil der Tennisclubmitglieder kamen zum ersten Mal mit der jungen Sportart in Berührung. Dennoch entstanden bereits schnelle und dynamische Spielwechsel zwischen den Mannschaften.
«Beach-Tennis spricht alle möglichen Leute an, spezielle Vorkenntnisse sind nicht nötig», so Erich Beutler. Bestätigt wird diese Aussage von der Teilnehmerliste: Der älteste Mitspieler feiert noch in diesem Jahr seinen 70.Geburtstag, der jüngste wurde kürzlich 12 Jahre alt. Freude am Spielen hatten aber beide Teilnehmer.
Auf die Frage, ob in Thun nun nur noch Beach-Tennis gespielt werde, antwortete Erich Beutler: «Es ist gut möglich, dass wir weitere Beach-Tennis-Turniere in Form von Plauschanlässen durchführen». Geplant sei aber noch nichts Definitives.
Abwechslung zum Training
«Das Plauschturnier war eine super Abwechslung zur strengen Vorbereitungszeit und machte uns allen Spass», meinte Andreas Gerber, Assistenztrainer und Sportchef des FC Thun, nach dem Turnierende. Obwohl der Spassfaktor im Vordergrund stand, bewährten sich die Fussballer aber auch abseits des Fussballfeldes und erzielten punktemässig das bessere Resultat als der Tennisclub.
Führt der FC Thun diesen Erfolg auch auf dem Fussballfeld weiter, kann die neue Fussballsaison am 17.Juli getrost starten.
Pascal Reist
> (Thuner Tagblatt)
Erstellt: 09.07.2010, 11:23 Uhr
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