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Heim verkauft Bauernhäuser
Kaufobjekte 2 und 3: Im Hubel werden das Bauernhaus und das Stöckli verkauft; jedoch ohne Kulturland. (Bild: Urs Baumann)
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Die Genossenschaft Wohn- und Pflegeheim Utzigen verkauft ihre Bauernhäuser Fluh, Riedli und Hubel. Letzteres inklusive Stöckli. Gemäss Schätzungen beträgt der Verkehrswert für die vier abparzellierten Liegenschaften rund 2,7 Millionen Franken. Das Kulturland wird nicht verkauft. Die Bauernhäuser stammen aus den Jahren 1740, 1888, 1890 und 1909.
Unverbaubare Aussicht
«Es sind Liebhaberobjekte», sagt Heimleiter Rudolf Meister, «trotzdem führen wir nun mit einigen Interessenten Verkaufsverhandlungen.» Die künftigen Besitzer dürfen sich gemäss Meister auf eine unverbaubare Aussicht auf die Berner Alpen freuen. Im kommenden Frühling sollen die Verhandlungen abgeschlossen sein. Seit rund 20 Jahren werden die Liegenschaften nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Das Wohn- und Pflegeheim hat den Wohnraum vermietet. «Wir wollen uns verstärkt auf den Betrieb des Heimes, auf die Pflege von betagten und geistig behinderten Menschen konzentrieren», begründet Meister den Verkauf.
Ein Verkauf dränge sich zudem auf, weil die Liegenschaften in den nächsten Jahren saniert werden müssen. Rund 730'000 Franken sind nötig, um die vier Häuser den heutigen Ausbaustandards anzupassen und energetische Massnahmen umzusetzen. Die Genossenschaft will aber lieber in den Bau von neuen Seniorenwohnungen investieren, als die alten Bauernhäuser zu sanieren. Zurzeit entstehen in Utzigen in einer ersten Etappe unter anderem rund 30 Wohneinheiten. Die Investitionen betragen rund 18 Millionen Franken. Die ersten Seniorinnen und Senioren sollen Anfang 2011 einziehen. Gemäss Heimleiter Rudolf Meister sind für 15 Wohnungen bereits Mietverträge unterschrieben. Ist ein Bedarf für weitere Wohnungen vorhanden, will die Genossenschaft möglicherweise eine zweite Bauetappe auslösen.
In Oberländer Besitz
Gut 70 Gemeinden aus dem Berner Oberland und einzelne Gemeinden aus der Umgebung von Vechigen bilden die Trägergenossenschaft des Wohn- und Pflegeheims. Die ehemaligen oberländischen Armenbehörden brachten ursprünglich beim Schloss Utzigen erwachsene Fürsorgebedürftige unter. Die Oberländer kauften die Schlossgüter, weil sie sich an sonniger Hanglage befanden, über reiche Holz- und Wasservorkommen verfügten und die stattlichen Landwirtschaftsbetriebe genügend Arbeit für die «Hülflosen» und «Notarmen» garantierten. Ab Juli 1984 wurde das Heim für 42 Millionen Franken saniert und erweitert. Das Wohn- und Pflegeheim in Utzigen bietet heute rund 200 Betten und 166 Vollzeitstellen an. (Berner Zeitung)
Erstellt: 17.11.2009, 09:02 Uhr
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