Aktivisten hängen Häuser auf
Wer gestern durch die Innenstadt flaniert ist, hätte denken können, der Frühling breche nächstens aus. Anlass zur Annahme bot die neueste Aktion des Kollektivs A-Perron, jener Jugendgruppierung, die ein alternatives Kulturzentrum in Thun durchsetzen möchte. «Da die Stadt Thun die meisten ihrer Liegenschaften verkauft hat, schenkt ihr das Kollektiv A-Perron 20 leer stehende Häuser», teilte das Kollektiv gestern Vormittag mit. Die Vogelhäuser stünden symbolisch für ihr alternatives Zentrum, in dem sie ihre Träume realisieren möchten. «Denn auch wilde Vögel brauchen ein Zuhause», begründet das Kollektiv die Aktion.
Philipp Burkard, Leiter der Kulturabteilung, wies darauf hin, dass die Aktion illegal sei. «Nichtsdestotrotz sind die Vogelhäuschen originell und witzig», erklärte Burkard. Vergangenen Donnerstag hat er gemeinsam mit dem Leiter Fachstelle Kinder und Jugend Daniel Landis und dem Stadtschreiber Bruno Huwyler eine Dreierdelegation des Kollektivs empfangen. «Für uns war wichtig, dass sie aus der Anonymität aufgetaucht sind», sagte Burkard. Das erste Gespräch sei von einem gewissen gegenseitigen Verständnis geprägt gewesen und gut verlaufen. «Es ist aber nach wie vor klar, dass die Stadt nicht einfach ein Haus zur Verfügung stellen kann.» heh>
Erstellt: 22.11.2011, 00:34 Uhr
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