Schaulustige verfolgen den Jungfernflug in Paine Field in Everett, Washington Bild: KEYSTONE/AP
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Die Maschine mit dem charakteristischen Buckel ist etwas länger als ihr Vorgänger 747-400, der bis heute bei vielen Fluggesellschaften in der ganzen Welt verbreitet ist. Sie ist nach Firmenangaben sparsamer, leiser und umweltfreundlicher. Für die Frachtversion liegen bereits 76 Bestellungen vor. Die erste Maschine soll in diesem Jahr an die luxemburgische Cargolux ausgeliefert werden.
Um ein Jahr verspätet
Für die Passagierversion verzeichnet der Konzern weniger Nachfrage: Dafür gibt es insgesamt 32 Bestellungen. Wichtigster Kunde ist bislang die Deutsche Lufthansa.
Boeing ist mit seinem Zeitplan um etwa ein Jahr verspätet und rechnet deswegen mit zusätzlichen Kosten von einer Milliarde Dollar. Die Auslieferung der ersten 747-8 war eigentlich für Ende 2009 geplant. Wegen Änderungen an der Konstruktion, Ingenieursmangel und einem Streik konnte dieser Termin nicht gehalten werden.
Boeing verkauft Grösse als Vorteil
Die 747-8 ist eine Antwort auf den Airbus A380. Die Maschine ist aber deutlich kleiner. Auch vom A380 sollte es einen Frachter geben. Das Projekt wurde aber im Jahr 2007 auf Eis gelegt, weil die Paketdienste FedEx und UPS ihre Bestellungen stornierten und es keine Interessenten mehr gab. Der erste Passagier-A380 wurde schon 2007 in Dienst gestellt.
Boeing argumentiert bei Kunden, dass die Grösse der 747-8 im Vergleich zum A380 von Vorteil ist. Nach Darstellung des Unternehmens ist die Maschine billiger im Unterhalt. Ausserdem können mehr Flughäfen erreicht werden. Die 747-8 hat einen Listenpreis von mehr als 300 Millionen Dollar. Fluggesellschaften bekommen aber meist grosszügige Rabatte.
(tan/ddp)