| SMI | 6220.65 | -0.9% |
| Euro Stoxx 50 | 2752.93 | -0.5% |
| Dow Jones | 10467.16 | -0.3% |
| Nasdaq Comp. | 2251.69 | -0.6% |
| Nikkei 225 | 9537.30 | -1.6% |
| Hang-Seng | 20982.07 | -0.5% |
| Singapur STI | 2983.43 | -0.5% |
| USD/CHF | 1.0420 | +0.1% |
| EUR/CHF | 1.3628 | +0.2% |
| 10J Eidg. | 1.48 | -1Bp |
| Erdoel (Brent) | 77.36 | -0.4% |
| Gold | 1168.60 | +0.4% |
Quelle: Thomson Reuters
| 10:30 | Swissquote | Medienkonferenz zum ersten Halbjahr |
| 17:30 | Pargesa | Ergebnis erstes Halbjahr |
| 11:00 | EU | Arbeitslosigkeit |
| 11:00 | EZ | Vorabschätzung Inflation |
| 11:30 | CH | Kof Konjunkturbarometer |
| 14:30 | CA | BIP Industrie |
| 14:30 | CA | Arbeitsmarktbericht |
| 14:30 | US | BIP |
| 14:30 | US | Arbeitskosten |
| 15:45 | US | Einkaufsmanagerindex Chicago |
| 15:55 | US | Verbraucherstimmung Universität Michigan |
USA: Enttäuschende Ergebnisse und ernüchternde Prognosen von Unternehmen drückten auf die Aktienkurse. Symantec sanken 11%, die Vorhersage des Software-Unternehmens für den Umsatz im zweiten Quartal war tiefer als erwartet. Aus dem gleichen Grund büssten die Titel von Nvidia, dem Weltmarktführer für Graphikkarten für Computer, 9,9% ein. Colgate Palmolive fielen 6,8%, der Umsatz ist mit 3,81 Mrd. $ leicht tiefer ausgefallen als von den Analysten vorhergesagt. Goldman Sachs kletterten 3,7%. Bank of America schrieb in einem Bericht, die neuen Regulierungen würden den Umsatz nicht markant beeinträchtigen. Visa gaben 3,4% nach. Das Justizministerium prüft eine Klage gegen das Unternehmen. Der Dow Jones Futures notiert 10'373 (-36 Punkte).
Asien: Die Börsen handelten schwach. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit und der Rückgang der Industrieproduktion in Japan sowie der Gewinnausblick von Macquarie (-3,8%), Australiens grösster Investmentbank, drückten auf die Stimmung. Das wog schwerer als die Anhebung der Gewinnziele von Sony (+3,5%) und Panasonic (+3,8%). Mizuho Financial Group sanken 2,1% und Mitsubishi UFJ Financial Group 1,6%. Die Investoren sind besorgt über den Zustand der japanischen Wirtschaft. Kobe Steel fielen 5,1% und Asahi Glass 2,5%.
Devisen: Der Yen handelte nach wie vor fest. Der Präsident des St. Louis Fed, James Bullard, sagte, die US-Wirtschaft sei näher an einem ähnlichen Zustand wie Japans Wirtschaft gerückt. Der Yen stieg gegenüber dem Euro auf 112.73 Yen/€ und zum Dollar auf 86.31 Yen/$.
Rohöl für Lieferung im September profitierte vom schwächeren Dollar und schloss 1,8% höher auf 78.36 $/Fass. Gold für Lieferung im August stieg 8 $ auf 1168.40 $/Unze.
Swissquote: Der Online-Trader Swissquote weist für das erste Halbjahr einen Gewinnrückgang von 13,9% auf 13,7 Mio. Fr. aus, obwohl die Anzahl der Kunden 17% auf knapp 154‘000 stieg und der Nettoneugeldzufluss von 530,9 auf 662 Mio. Fr. gesteigert werden konnte. Die Erträge stiegen 2,7% auf 49,6 Mio.Fr., der Aufwand allerdings 14,6% auf 32,1 Mio. Fr. Die Wachstumsziele für das Jahr wurden bestätigt. Der Neugeldzufluss soll auf deutlich über 1 Mrd. Fr., die Anzahl Kunden 20% steigen.
Graubündner Kantonalbank: Der Bruttogewinn fiel im Halbjahr 6,1% auf 104,2 Mio.Fr., der Konzerngewinn stieg 6% auf 70,5 Mio.Fr. Der Neugeldzufluss beträgt 962,5 Mio. Fr. (Vorjahresperiode: Abfluss von 188 Mio. Fr.) Mit Blick auf die Entwicklung an den Finanzmärkten korrigiert die GKB die Prognose für den Bruttogewinn von bislang 220 Mio. Fr. auf neu 210 bis 220 Mio. Fr. Den Gewinn je PS sieht die Bank neu auf 74 Fr.; bisher wurde eine Bandbreite von 72 bis 76 Fr. genannt. Der Neugeldzufluss soll das Budget (650 Mio. Fr.) übertreffen.
Sika: Der in der Spezialitätenchemie aktive Konzern erhöhte den Umsatz im ersten Halbjahr 5,6% auf 2,09 Mrd. Fr. Der Gewinn stieg fast zwei Drittel auf 150,5 Mio. Fr. Das übertrifft die Schätzungen der Analysten. Für das zweite Semester erwartet Sika weiterhin Wachstum in den Schwellenländern und eine leichte Erholung in den USA. In Europa sei die konjunkturelle Entwicklung völlig offen.
Cosmo: Der italienische Pharmawirkstoffhersteller, dessen Aktien an der SIX Swiss Exchange kotiert sind, steigerte den Umsatz im ersten Semester 7% auf 14,3 Mio. €. Der Betriebsgewinn stieg 5,7% auf 2,1 Mio. €. Der Gewinn sank 75% auf 500‘000 €, Ursache für den Rückgang ist ein wechselkursbedingter Abschreiber auf einer Put-Option in Franken im Zusammenhang mit der Übernahme von Bioxell. Cosmo hat die Ziele für das Gesamtjahr – ein Umsatzwachstum von 15% und ein 5% höherer Gewinn – bestätigt.
Basilea: Eine Praxisstudie hat das klinische Profil des Medikaments Toctino gegen schweres chronisches Handekzem bestätigt. Nach einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von fünf Monaten erreichten 57% der Patienten vollständig oder fast vollständig abgeheilte Hände.
| UBS: | Barclays hebt das Kursziel von 13 auf 15 Fr. | |
| Galenica: | UBS hebt das Kursziel von 320 auf 350 Fr. | |
| Sarasin: | UBS reduziert das Kursziel von 43 auf 40 Fr. | |
Die seit zwei Wochen gültige Flaggenstruktur ist mit dem Kursrückgang von gestern weiter in den Vordergrund gerückt. Diese Bärenflagge setzt negative Vorzeichen, und nach deren Aktivierung müssten die Kurse wieder Fahrt nach unten aufnehmen. Allerdings ist die Technik derzeit nicht negativ, und deshalb sind zwischenzeitliche Erholungen bis 6250 nicht auszuschliessen.
Eine wesentliche Rolle spielt die Supportzone um 6160/90. Dort wird sich entscheiden, ob der SMI nochmals zu einer leichten Erholung ansetzt, oder die Abwärtsfahrt nahtlos fortsetzt.
In der Samstags-Ausgabe der Finanz & Wirtschaft werden in der Kolumne „Technische Analyse in der Praxis“ die Titel Bâloise und Sonova besprochen.

Kommende Woche dominieren hierzulande erneut die Ergebnisse von Unternehmen. Am Mittwoch berichtet Arbonia Forster über das erste Halbjahr. Panalpina, Swisscom und Transocean folgen am Donnerstag mit Zahlen zum zweiten Quartal. Höhepunkt sind Swiss Re und Zurich FS am Freitag mit den Resultaten für das erste Halbjahr. Zudem veröffentlichen Lem, Petroplus und Belimo die Ergebnisse. Unter den US-Gesellschaften interessieren aus Schweizer Sicht vor allem die Ergebnisse von Procter & Gamble sowie Master Card (beide am Mittwoch).
Ende Woche wird auch mehr Klarheit über die Stärke der Schweizer Wirtschaft herrschen. Am Montag werden die Zahlen zum Einzelhandel (für Juni) und der Index der Einkäufer (Juli) publiziert. Am Freitag veröffentlicht die Konjunkturforschungsstelle der ETH (Kof) die Konjunkturumfrage (Juli), und gleichentags stehen Arbeitsmarktdaten (Juli) an. Wie gross die Deflationsgefahr ist, zeigen die Zahlen zu den Konsumentenpreisen (Juli) am Mittwoch.
In Europa stehen die Zinsentscheide der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of England (BoE) am Donnerstag im Zentrum. Hohe Beachtung finden auch die Angaben zur Industrieproduktion in Deutschland (Juni) am Freitag. In den USA hat der Arbeitsmarktbericht (Juli) am Freitag Priorität, zudem die Angaben zum Privatkonsum (Juni) am Dienstag und der Index der Einkäufer aus der Industrie am Montag und der Dienstleister (Juli) am Mittwoch.
Deutschland – Unsichere Perspektiven für die Wirtschaft

Donnerstag, 29. Juli 2010
Mittwoch, 28. Juli 2010
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