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Die alternative Businessclass

Von Thomas Borowski, Nizza. Aktualisiert am 25.01.2012

VW positioniert den CC als überarbeitetes Viertürer-Coupé neu – ohne Namenszusatz Passat und in Richtung Oberklasse.

1/4 Ehre, wem Ehre gebührt: Volkswagen führt den CC künftig als eigenständiges Modell weiter.
Bild: Volkswagen

   

VW CC

Kategorie: 5-türige Limousine mit 4 Sitzen.
Masse: Länge 4798 mm, Breite 1821 mm, Höhe 1417 mm, Radstand 2711 mm.
Kofferraum: 532 Liter.
Motor: Drei Benziner mit 160, 210 oder?300 PS (118/155/220 kW) und zwei Diesel mit 140 und 170 PS (103/125 kW).
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h von 5,6 bis 9,9 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 212?bis 250 km/h.?
Verbrauch: 4,7 bis 9,3 Liter auf 100 Kilometer.
CO2-Ausstoss: 125 bis 215 Gramm/Kilometer.
Preis: ab 46 800 Franken.?
Infos: www.volkswagen.ch

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Eines muss man den Leuten von Volkswagen zugestehen: Sie haben ein untrügliches Gespür für automobile Trends und wie man diese gewinnbringend umsetzt, auch wenn man selbst nicht immer der Trendsetter ist. Ein weiteres Beispiel dafür liefert der VW Passat CC . . . pardon, neu nur noch CC genannt. Die erste Version dieser viertürigen Mittelklasse-Limousine im dynamischen Coupé-Look brachten die Wolfsburger erst 2008 auf den Markt. Damals folgten sie wieder mal einem Trend, den ein Mitbewerber gesetzt hatte. In diesem Falle Mercedes mit dem bereits seit 2004 erfolgreich verkauften CLS.

Dennoch entwickelten sich auch die Verkaufszahlen des CC-Modells von VW stetig, erklärt der Schweizer Pressesprecher Livio Piatti: «Weltweit haben wir bis heute rund 320 000 CC verkauft, was einem Anteil von rund 15 Prozent am Gesamtverkauf unserer Passat-Baureihe entspricht.» Besonders in Absatzmärkten wie Amerika, Russland und Asien komme der stattliche CC gut an. «Und auch in der Schweiz ist die Nachfrage anhaltend», sagt Piatti, «seit 2008 haben wir 1559 Coupés verkauft.»

Zwischen Passat und Phaeton

Das könnte sich ab sofort noch steigern. Denn VW positioniert die neu überarbeitete und ab März auch in der Schweiz als eigene Modellreihe erhältliche CC-Limousine nun noch höherklassig als bisher zwischen Passat und dem VW-Topmodell Phaeton. Chefdesigner Klaus Bischoff und sein Team haben ihr zu diesem Zweck eine neue Front und Heckpartie mit der gut sichtbaren VW-Design-DNA sowie deutlich stärker ausgeprägte Seitenschweller verpasst. Bi-Xenonscheinwerfer gehören jetzt ebenfalls zur umfangreichen Serienausstattung wie neue LED-Rückleuchten, 17-Zoll-Aluräder und Nebelleuchten unterhalb des Frontstossfängers.

Weil sich der CC laut VW sowohl an «Privatfahrer» als auch an «geschäftliche Vielfahrer» richtet, haben auch das geräumige Interieur und die Technik eine umfangreiche Aufwertung mit Helferlein der neusten Generation erfahren.

Vom Toterwinkel über den Spurhalteassistenten, die automatische Lichtweitenregulierung bis hin zum Klimasitz mit integrierter Massagefunktion oder zusätzlich lärmdämmenden Front und Seitenscheiben vorne lässt sich die optionale Wunschliste schier endlos vergrössern. Erhalten geblieben sind dem CC ein tadelloses Fahrwerk und eine breit gefächerte Motorenpalette: Drei Benziner mit 160 bis 300 PS stehen zur Wahl, die alle mit Bremsenergierückgewinnung und optional mit Doppelkupplungsgetriebe (DSG) erhältlich sind. Bei den Dieseln stehen zwei Motorisierungen mit 140 und 170 PS zur Verfügung. Die Selbstzünder sind serienmässig mit Stopp-Start und dem Rekuperationssystem ausgestattet. Als echter Sparmeister erweist sich hier der von uns gefahrene, 140 PS starke Blue-Motion-Diesel mit 6-Gang-Handschaltung. Er treibt die gut 1,5 Tonnen schwere Limousine flott, aber genügsam voran und macht auch bei Überholmanövern eine gute Figur. Am Ende der Fahrt über Hügel und in teilweise dichtem Stossverkehr zeigt sein Bordcomputer mässige 5,5 Liter Spritverbrauch an.

Allradler auf Sommer erwartet

«Zur Schweizer Markteinführung im März werden vom CC übrigens noch keine Allradmodelle verfügbar sein», so Livio Piatti, «diese folgen erst im Sommer voraussichtlich zum Modelljahreswechsel.» Auch hier zeigt VW wieder Marktgespür. Denn das derzeit verfügbare Allrad-Kontingent wird im VW-Konzern zuerst dem neuen Passat Alltrack spendiert. Bei dem rechnet man mit grösserem 4x4-Bedarf als beim VW CC.

Thomas Borowski fuhr den VW CC am 18. Januar auf Einladung von VW-Importeur Amag in Frankreich. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 23.01.2012, 22:54 Uhr

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