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Der Traumwagen als Technologieträger

Von Thomas Geiger. Aktualisiert am 28.11.2011

Leichtbau, Wunderwischer und der perfekte Sound – so wird der Mercedes SL zum Technologieträger.

1/3 Leichtbau, Wunderwischer und der perfekte Sound: ...
Bild: Mercedes

   

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Der neue Mercedes SL macht seinem Namen endlich wieder alle Ehre: Mit dem für das Frühjahr angekündigten Generationswechsel besinnt sich Daimler auf die Kernbegriffe «Sportlich» und «Leicht», die dem Roadster vor über 50 Jahren sein Kürzel eingetragen haben. Dafür steht vor allem ein völlig neuer Rohbau: «Wir fertigen das neue Modell komplett aus Aluminium», erläutert Projektleiter Jürgen Weissinger. Der Rohbau wiegt deshalb nur 254 Kilogramm und ist damit etwa 110 Kilogramm leichter als in konventioneller Bauweise.

140 Kilogramm leichter

Weil Weissingers Team auch sonst auf jedes Kilo geschaut hat, summiert sich der Diäterfolg je nach Modell- und Motorvariante auf bis zu 140 Kilogramm. «Das ist, als würde ein stattlicher Beifahrer samt grossem Gepäck aussteigen», verbildlicht Projektleiter Thomas Rudlaff die Gewichtsersparnis, von der man am Steuer des SL gleich doppelt profitieren soll: «Weniger Gewicht bedeutet mehr Dynamik und weniger Verbrauch. Oder anders ausgedrückt: Der Fahrspass steigt, die Umweltbelastung sinkt.»

Weil es zur Premiere im Januar auf der Detroit Motorshow zudem die aufgeladenen Benzindirekteinspritzer aus E- und S-Klasse gibt, stellt Weissinger einen Verbrauchsvorteil von deutlich über 20 Prozent und erstmals in der SL-Geschichte auch jenseits der 6-Zylinder Normwerte unter zehn Litern in Aussicht. Deshalb bleibt der Fahrspass aber nicht auf der Strecke. Im Gegenteil: Der SL 500 zum Beispiel bekommt den neuen V8 mit Doppelturbo, dessen Hubraum von 5,5 auf 4,7 Liter schrumpft. Im Gegenzug leistet der Direkteinspritzer 435 statt 387 PS. «Daneben planen wir wieder mit einem 6und einem 12-Zylinder», sagt Weissinger und schliesst auch einen Diesel nicht aus.

Zusammen mit einer breiten Spur und einem deutlich weiterentwickelten Fahrwerk sollen die neuen Motoren und das geringere Gewicht für einen viel sportlicheren Fahreindruck sorgen. «Dennoch bleibt die gediegene Gemütlichkeit nicht auf der Strecke», verspricht der Projektleiter. Im Gegenteil: «Der SL ist die S-Klasse unter den Roadstern. Luxus und Komfort stehen aus diesem Grund nicht zur Diskussion.»

Neue Detaillösungen

Ebenfalls dem Komfort dient ein völlig neues Wischersystem mit dem Namen «Magic Vision Control». Es setzt auf eine fast vollflächige Wasserversorgung aus einem Schlauch direkt vor der Lippe des Scheibenwischers. Das verhindert beim Waschen gefährliche Sichtbehinderungen durch die Sprühnebel aus den Düsen auf der Motorhaube und lässt sich besser steuern. Eine unfreiwillige Dusche durch den Fahrtwind ist für die Insassen des Roadsters ebenso ausgeschlossen wie festgefrorene Wischer im Winter.

Eine weitere Neuerung im SL ist das einzigartige Front-Bass-System: Es nutzt freien Bauraum in den Aluminium-Hohlstrukturen vor dem Fussraum als Resonanzvolumen für die Bassboxen und liefert selbst bei offenem Dach den perfekten Sound. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 28.11.2011, 15:59 Uhr

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